Zuflucht
Es ist allemal löblich, wenn Opernfestivals wie jenes in Heidenheim an der Brenz das frühe Schaffen Giuseppe Verdis systematisch durchforsten. In diesem Jahr ergab sich gar die reizvolle Kombination von «Nabucco» (1842) und «I Lombardi alla prima crociata» (1843). Vor dem Hintergrund des Risorgimento, dem Streben nach nationaler Einheit und Unabhängigkeit Italiens, und der österreichischen Herrschaft in der Lombardei trafen die beiden Werke einst den Nerv der Zeit. Der Gefangenenchor aus «Nabucco» sollte später zur heimlichen Hymne der Bewegung werden.
Die «Lombardi» führten eher ein Schattendasein, was vor allem an der noch abstruseren Handlung mit einer Eifersuchtsgeschichte zwischen zwei Brüdern, einem irrtümlichen Vatermord, der Liebesbeziehung zwischen einer von Muselmanen entführten Christin und einem Muslim, dessen wunderlicher Bekehrung zum Christentum und den Auftritten einer etwas chaotischen Kreuzfahrertruppe lag.
Die beiden von historischen Konflikten im Orient getränkten Stücke wurden in Heidenheim unter dem Motto «Zuflucht» auf ihren Aktualitätsgehalt abgeklopft – mit höchst unterschiedlichem Erfolg. Tobias Heyder lässt in den «Lombardi» die Figuren in moderner ...
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Opernwelt September/Oktober 2018
Rubrik: Panorama, Seite 55
von Josef Oehrlein
Es könnte ein Rekordjahr werden. Das Endergebnis stand bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe zwar noch aus, aber es würde uns nicht überraschen, wenn das tropische Langzeithoch im Juli und August auch die Besucherzahlen in unerreichte Höhen getrieben hätte. Spielt das Wetter mit, ist die Bregenzer Seebühne quasi ein Selbstläufer. Und mit «Carmen», der dritten...
Schön, Dich in Topform zu sehen, Simon.
Was glaubst Du, wie dankbar ich bin. Ich glaube, ich brauchte einfach mal ein Sabbatical ... ein Jahr Auszeit. Meine Kinder sind noch jung; wenn ich nicht der typische Schattenpapa sein will, müssen wir zusammen ein paar Abenteuer erleben. Natürlich wäre es besser gewesen, wenn es dazu nicht erst eines Stimmproblems bedurft...
Die 26-jährige italienische Sopranistin Francesca Aspromonte, die sich in der Alte-Musik-Szene bereits einen Namen gemacht hat, legt mit dieser CD ihr Debütalbum vor und beeindruckt vom ersten bis zum letzten Ton. Sie besitzt eine warme, dunkel timbrierte Stimme von individueller Qualität, ist technisch versiert, singt mit gezügeltem, stets bewusst eingesetzten...
