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Es gibt Dinge, die kann es einfach nicht, das gute, alte Buch – das zeigt die neue «Mozart-Libretti Online Edition» der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg und des Packard Humanities Insitute (dme.mozarteum.at/libretti-edition). Hier finden sich die Libretti zu bisher sechs Opern, ihre Quellen und Vorlagen, historisch-kritisch aufbereitet – transparent, übersichtlich, kostenlos.
Was unterscheidet das von Mozart vertonte Libretto zu «Lucio Silla» von der Fassung, die Johann Christian Bach verwendete? Ein Klick, und inhaltsrelevante Differenzen erscheinen blau markiert. Wie steht der italienische «Figaro»-Text zu Beaumarchais’ Vorlage? Wie zum Erstdruck des deutschen Librettos? Kein Problem: Man kann alle drei vergleichend lesen. Bei «Ascanio in Alba» hapert’s mit dem Klanggedächtnis? Aber bitte – dank der Verknüpfung mit der Neuen Mozart Ausgabe springt ein Fenster mit der Partitur auf, und, wo’s das Urheberrecht erlaubt, die Tonspur an. So macht die Arbeit richtig Spaß.
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Opernwelt Juni 2014
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Wiebke Roloff
Vom Finale der «Ariadne»-Oper hatte Hugo von Hofmannsthal klare Vorstellungen – als «wahrhaftiges Geheimnis» wollte er die Vereinigung Ariadnes mit Bacchus auf der Bühne sehen. Mit dem Eintritt des Gottes in die von Zerbinettas Commedia-Truppe immer wieder aufgemischte Tragödienwelt der kretischen Königstochter müssten alle «puppenhaften Kulissen verschwunden...
Es gebe keine Erfolgsgarantie, die könne es, solle es nicht geben. «Sicher ist nur das Risiko», sagte Kaspar Holten, Artistic Director des Royal Opera House, als er Anfang 2013 vorstellte, was Covent Garden in Sachen neuer Oper plante: Erstaufführungen wichtiger Werke, Auftragskompositionen; bis 2020 reichen die Pläne. Ein Bekenntnis zum Zeitgenössischen. Damit das...
Wir sind nicht fröhlich oder traurig. Wir sind fröhlich oder gewalttätig.» So hat Stephen King, der king of horror, das amerikanische Lebensgefühl einmal zugespitzt. Disneyland und Todesstrafe. Mörderische Spaßgesellschaft. Aus dieser Richtung scheint sich in Köln Regisseur Viestur Kairish dem Weber’schen «Freischütz» genähert zu haben. Der Wettstreit zwischen...
