Wichtige Regieleistungen der Saison
Etwas war anders als sonst. Ziemlich anders. Nicht mehr vier Teile, sondern nur deren drei enthielt das gemeinsam von Tatjana Gürbaca (Regie), Bettina Auer (Dramaturgie) und dem Dirigenten Constantin Trinks realisierte «Ring»-Projekt im Theater an der Wien. Grundidee war es, die Geschichte aus dem Blickwinkel der Opfer, der jungen Generationen in Wagners Zyklus, zu schreiben und gewissermaßen an einer Schuld der Eltern respektive Großeltern festzumachen.
Diese neue Dramaturgie, die aus den originalen Stücken wie aus einem Steinbruch «Die Ring-Trilogie» herausmeißelte (Siegfrieds Tod etwa stand hier, Wagners ursprüngliche Intention aufgreifend, am Beginn), besaß im Sinne einer lebendigen, antimusealen Kunst großen Reiz, wurde aber auch kontrovers diskutiert. «Tatjana Gürbaca, eine der Kreativsten der heutigen Regieszene, bringt in Henrik Ahrs zeitlich changierendem Bühnenraum unterschiedliche, zwischen Inspiration und Banalität wechselnde szenische Ideen ein» (OW 1/2018)
Hintersinn und Mehrbödigkeit zeichneten, entgegen landläufiger Klischees, schon das «Original» aus, insbesondere das Libretto, das Victor Léon und Leo Stein für Franz Lehárs Operette «Die lustige Witwe» ...
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Opernwelt Jahrbuch 2018
Rubrik: Bilanz, Seite 131
von Red.
DEUTSCHLAND
Aachen
Theater Aachen
GENERALINTENDANT UND GESCHÄFTSFÜHRER: Michael Schmitz-Aufterbeck
GENERALMUSIKDIREKTOR: Christopher Ward
VERWALTUNGSDIREKTORIN UND GESCHÄFTSFÜHRERIN: Judith Wollstädter
CHEFDRAMATURGIN: Inge Zeppenfeld
KÜNSTLERISCHE BETRIEBS- UND ORCHESTERDIREKTORIN: Melanie Plank
ORCHESTERDISPONENT UND STV: ORCHESTERDIREKTOR: Amadeus Kausel
ORCHESTERBÜRO...
Die Inszenierungen, in denen sie auftrat, besaßen wenig oder gar keine Sprengkraft. Umso mehr durfte man sich an der vokalen Virtuosität erfreuen, die Anna Netrebko versprühte – als Maddalena di Coigny im Mailänder «Andrea Chénier», wo sie für «die einsam hohe Kunst der cremigen Phrasierung, hell-licht schwebende Spitzentöne, glühende Piani und gutturale...
Herr Loebe, Sie sind seit 16 Jahren Intendant in Frankfurt. Was macht das Fundament eines guten Opernhauses aus?
Wichtig ist, dass die Kollektive – Orchester und Chor, aber auch Bühnentechnik, die verschiedenen Abteilungen – wie selbstverständlich auf einem hohen Niveau arbeiten, auf dem man immer noch etwas herauskitzeln kann. Wir haben in Frankfurt die Situation,...
