Weggeblasen und weggestrichen

Paris II: Henzes «The Bassarids» ohne Bläser und Streicher am Châtelet

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Für viele Pariser Opernfreunde ist das Théâtre du Châtelet als Opernhaus interessanter als die Nationaloper mit Bas­tille und Palais Garnier. Zu Zeiten von Stéphane Lissner mag das richtig gewesen sein, doch seit Hugues Galls Direktorenzeiten haben Bastille und Garnier doch erheblich aufgeholt, nicht zuletzt durch einige inte­ressante Uraufführungen, zum Beispiel  Matthias Pintschers Rimbaud-Oper «L’Espace dernier». Doch das Châtelet gibt sich unter der Direk­tion von Jean-Pierre Brossmann nicht ge­schlagen.

Nachdem Hans Werner Henze vor zwei Jahren im Pariser Rundfunkhaus einen triumphalen «Sieg» als Symphoniker errang und damit zugleich den von Pierre Boulez verhängten Bannfluch aus alten Donaueschinger und Darmstädter Tagen löste, setzte jetzt das Châtelet-Theater mit den «Bassariden» und «Pollicino» gleich zwei Henze-Opern auf seinen Spielplan.
Das Engagement für den Komponis­ten wurde jedoch auf eine harte Probe gestellt. Kurz vor der «Bassariden»-Premiere streikte das für die Vorstellungs­serie verpflichtete Orchestre Philharmonique de Radio France (das Châtelet besitzt kein eigenes Orchester). Genauer gesagt: Die Musiker des Radio-Orches­ters streikten nicht, aber alle ...

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Opernwelt Juni 2005
Rubrik: im focus, Seite 10
von Gerhard Rohde

Vergriffen
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