Vom Leben gezeichnet

Der schwedische Choreograf Mats Ek über seine Inszenierung von Glucks «Orpheus und Eurydike»

Opernwelt - Logo

Mats Ek, als Choreograf sind Sie weltberühmt. Als Schauspielregisseur sind Sie in Schweden eine anerkannte Größe. An der Stockholmer Oper arbeiten Sie zum ersten Mal. Und doch sind Sie, was die Opernregie betrifft, kein unbeschriebenes Blatt.
Das stimmt, ist aber schon 35 Jahre her. Ich habe nicht nur einen Gluck inszeniert, sondern auch eine «Zauberflöte» mit der Opernschule – und zwar alles in einer Zeit, in der ich gerade anfing zu tanzen.

In gewisser Weise haben Sie als Opernregisseur begonnen und sind wieder bei der Opernregie gelandet.


Könnte man sagen, obwohl ich meine frühen Versuche nicht zu meinen professionellen Arbeiten rechne. Aber es hat mir immer großen Spaß gemacht.

Wie ergab sich denn die neue Arbeit?
Ich bin gefragt worden. Zwei-, dreimal war ich ganz nahe dran, eine Opernverpflichtung anzunehmen. Aber jedes Mal gab’s einen Wechsel in der Leitung, und in dessen Folge habe ich mein Projekt zu­rückgezogen. Jetzt hat es endlich mal geklappt, der jetzige Direktor schlug nicht nur das Werk, sondern auch die Solisten vor. Denn eigentlich bin ich ja ein Ignorant, was die Oper betrifft. Ich habe einfach zugehört und mir anschlie­ßend eine DVD des «Orphée» mit Anne Sofie von ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Februar 2008
Rubrik: Magazin, Seite 26
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Klassik aus dem Internet

Als vor einem Vierteljahrhundert die Langspielplatte von der Compact Disc abgelöst wurde, waren nicht wenige Klassikkunden der Vinyl-Generation scho­ckiert. Die Vorbehandlung der schwar­zen 33-Zentimeter-Scheiben mit Antistatiktuch, das Aufsetzen der Nadel, die stille Rotation des schweren Plattentellers, der Seitenwechsel – all das hatten die Aficionados der...

Leuchtspur des Inneren

Achim Freyer, der große Bühnenkünstler und Maler, zeigt in seiner gleichermaßen verstö­renden wie beeindruckenden Mannheimer Inszenierung von Verdis «La traviata», warum uns bei diesem Stück immer die Tränen kommen. Er hat Verdis Musik genauer gelesen, als wir sie bisher zu kennen meinten, und hinter dem Ver­gnügungstrubel der Pariser Gesellschaft die Leere, hinter...

Massenet: Werther

Die verengende Transposition von Goethes epochalem Briefroman aus dem Jahr 1774 in das schlichte Handlungsschema einer «Literaturoper» eröffnete der Musik neue Weite: Räume der Seele und gewiss auch des Körperlichen in üppiger Fin-de-Siècle-Pracht. Neben der Fassung mit ­einem Tenor in der Titelpartie sah Massenet in einer weiteren Ver­sion einen ­Bariton als...