Voller Widersprüche
Herr Groissböck, hier ist die Millionenfrage: Was haben Sie und Roger Daltrey gemeinsam?
(lacht) Da muss ich das Publikum fragen. Naja, der Name kommt mir schon bekannt vor, aber im Moment kann ich ihn nicht unterbringen.
Er war Leadsänger von «The Who».
Ich bitte um Pardon: Die hatten ihre beste Zeit, soviel ich weiß, in den 1960er- und 1970er- Jahren. Da hätte ich als Säugling zum Fan werden müssen ...
Pardon gewährt. Daltrey hat 1975 den jungen Liszt in dem Film «Lisztomania» von Ken Russell gespielt ...
... und ich war in der Bayreuther Inszenierung der «Meistersinger» von Barrie Kosky der ein bisschen ältere Liszt. Der junge Liszt hat es im Leben ja angeblich echt krachen lassen – und der alte hat dann versucht, dies alles in priesterlicher Enthaltsamkeit zu egalisieren.
Mit Liszt/Pogner, mit dem Landgrafen, Fasolt und Gurnemanz haben Sie auf dem Grünen Hügel bereits markante Spuren hinterlassen. Ab 2020 wird Ihr Fußabdruck dort noch größer. Seit wann wussten Sie, dass Sie im neuen Bayreuther «Ring» den Wotan singen werden?
Zum ersten Mal wurde ich im Frühling 2014 mit der Idee konfrontiert, da fing ich an, mich mit der Figur und Partie intensiv zu befassen. Im August 2015, ...
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Opernwelt Dezember 2018
Rubrik: Interview, Seite 26
von Gerhard Persché
alpha
02.12. – 20.15 Uhr
Bach: h-Moll Messe
Chor des BR
09.12. – 20.15 Uhr
Jansons dirigiert Berg und Bruckner
Chor des BR
16.12. – 20.15 Uhr
Hengelbrock dirigiert Mozart
30.12. – 20.15 Uhr
Jansons dirigiert Dvořák
arte
03.12. – 00.40 Uhr
Mozart: Die Zauberflöte
Théâtre La Monnaie, Brüssel
ML: Manacorda, I: Castellucci, S: Bretz, van Ingelgem, Noldus, Karthäuser,...
Natürlich dürfen wir uns Schumanns Faust nicht leibhaftig vorstellen. Als Grübler mit gebeugtem Kopf, zerfurchter Stirn, in fadenscheiniger Kluft. Auch Gretchen ist bei ihm nicht eine Verführte aus Fleisch und Blut, so wenig wie Mephisto ein hölleneifrig-zynischer Tatmensch, der ihren und manch anderen Fall einfädelt. In den Bruchstücken, die Schumann für sein...
Die Choreografin Pina Bausch ist lange nach dem Ende ihrer Karriere als Tänzerin noch zweimal als Schauspielerin aufgetreten: in Boris Blachers Gombrowicz-Oper «Yvonne, Prinzessin von Burgund» als stumme Titelfigur, in Fellinis «Schiff der Träume» als blinde Prinzessin. Die Lautlose kann sich nicht mitteilen; zum Nicht-Sehen-Können gehören die Hilflosigkeit wie das...
