Uraufführung zum Auftakt
«Tornato è maggio da eterno viaggio»: Wie romantisch, sich diese Mai-Serenata aus Umberto Giordanos Oper «La cena delle beffe» als Inspirationsquelle des Maggio Musicale Fiorentino vorzustellen, zumal Giordanos Verismo-Perle von 1924 im prachtvollen Florenz Lorenzo Magnificos spielt.
Nach Gründung des Florentiner Orchesters 1928 besteht der von Vittorio Gui gegründete Maggio seit 1933, hat zwar keine ewige Reise, aber doch ein Stück glorreicher Geschichte hinter sich und definiert sich als Opernfestival, dessen Extravaganz durch faszinierende Visualität und illustre Namen garantiert wird. Max Reinhardt, Gründgens, Visconti, de Chirico, Kokoschka, Karajan und die Callas – alle kamen. Seit 1985 leitet Zubin Mehta das Festival, das von Ende April bis Ende Juni dauert.
Der diesjährige Maggio steht unter dem mehrdeutigen Motto «Mythos und Gegenwart». In einer Presseankündigung ist von finanziellen Einschnitten die Rede, aber auch von der Absicht, die ruhmreiche Geschichte des ältesten Festivals Italiens würdig fortzusetzen. Die Kürzung des italienischen Kulturfonds FUS sowie die allgemeine Krise der öffentlichen Haushalte hat auch den Maggio empfindlich getroffen. Trotz schmalen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Der viel gerühmte Wiener Mozart-Stil der Nachkriegszeit wurde wesentlich von der Arbeit des Dirigenten Josef Krips geprägt, einem uneitlen, sensiblen Musiker, der beim Probieren zugleich ein Präzisionsfanatiker war. Dass er nur zwei Mozart-Opern, «Die Entführung aus dem Serail» und «Don Giovanni», auf Schallplatten einspielen konnte, ist zu bedauern. Desto mehr...
Große Stimmen und prunkvolle Ausstattung haben an der Met Tradition. Die Neuproduktion von Puccinis «Il trittico», die zehnte der dreißig (meist unbedeutenden) Uraufführungen an dem New Yorker Haus, stellt alles bislang Dagewesene in den Schatten – selbst Zeffirellis pompöse «Turandot». Der erstmals vom Broadway an die Met engagierte Designer Douglas W. Schmidt hat...
Riesenvogel, Raubfisch, Raumschiff. Santiago Calatravas futuristischer Opernbau in Valencia weckt viele Assoziationen. Die schwebende, spektakulär aufgebrochene Kubatur, die kühn geschwungenen, scheinbar alle Gesetze der Statik außer Kraft setzenden Formen des «Palau de Les Arts Reina Sofia» dokumentieren nicht nur die Möglichkeiten einer Architektur, die sich...
