Unergötzliches Gemetzel
Gute Nachrichten aus Parma: Nach Jahren programmatisch verordneter Schmalkost ist das Verdi Festival mit dem Schiller-Triptychon seines Namenspatrons und einem «Trovatore» zu einem Format zurückgekehrt, das seinem Ruf als nationales Opernereignis endlich wieder gerecht wird. Unter der Schirmherrschaft des jungen Bürgermeisters Federico Pizzarotti machte eine Neuproduktion von «Don Carlo» den Auftakt.
Achtzehn Jahre lang war diese Oper auf der Bühne des Teatro Regio nicht gespielt worden – ein Versäumnis, das nun dank einer Koproduktion mit dem Genueser Teatro Carlo Felice, dem Lissaboner Teatro São Carlo und der kleinen Ópera de Tenerife nachgeholt wurde.
Als ein Werk der dramatischen Ensembles und großen Chorszenen verlangt «Don Carlo» nach einem homogenen Solistenensemble. Das schwächste Glied in der Kette der sechs Hauptpartien war die Eboli von Marianne Cornetti: Die US-amerikanische Mezzosopranistin stemmte ihre Spitzentöne mit Mühe und sang durchweg mit unschön waberndem Vibrato. Auch darstellerisch fand sie nicht zu nennenswertem Profil – vielmehr agierte sie zuweilen am Rand unfreiwilliger Komik. Anders das jugendliche Liebespaar: Anfangs noch etwas schüchtern, steigerten ...
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Opernwelt Dezember 2016
Rubrik: Panorama, Seite 48
von Carlo Vitali
Nino Rota, Ermanno Wolf-Ferrari
Zwei (fast) Vergessene, deren Leben und Wirken im Schatten prominenterer Großmeister ihrer Zeit blieb. Jetzt rücken sie Aufführungen in Gelsenkirchen, Görlitz und Graz wieder stärker ins Rampenlicht.
Barbara Hannigan
Eine Sängerin erobert die Musikwelt. Erst als Spezialistin zeitgenössischer Musik, dann mit breit gestreutem...
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