Turbulenzen
Gerade mal zehn Jahre gibt es das Festival Pergolesi Spontini in Jesi und Umgebung. Kurz zuvor war eine gleichnamige Stiftung gegründet worden, um das Werk von Giovanni Battista Pergolesi und Gaspare Spontini zu befördern. Jährlicher Höhepunkt der Aktivitäten sollte das Festival mit professionell produzierten Aufführungen von Stücken des 1710 in Jesi geborenen und schon mit 26 Jahren verstorbenen Schöpfers der «Serva padrona» sowie seines zwei Generationen jüngeren, ebenfalls aus der Region stammenden Kollegen sein.
Gleich vier Pergolesis standen im September auf dem Programm: neben dem Dauerbrenner um die herrische Magd und einigen Konzerten «La Salustia» (1731), die unlängst auch von den Innsbrucker Festwochen erfolgreich hofierte «Olimpiade» (1734/35) und – zur Eröffnung der 44. Spielzeit im Teatro Pergolesi – «Lo frate ’nnamorata» (1732).
Ursprünglich sollte diese für Neapel geschriebene Commedia musikalisch von Ottavio Dantone und seiner Accademia Bizantina betreut werden, der dem Festival von Anfang an verbunden war; aus nicht ganz ersichtlichen Gründen überließ man die Aufgabe dann aber doch lieber Fabio Biondi und Europa Galante. Beinahe wäre die Premiere ins Wasser ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt November 2011
Rubrik: Magazin, Seite 75
von at
Es ging in der Vorlesung nicht um Oper. Dennoch eignete der Aktion von drei Studentinnen der Uni Frankfurt, die im April 1969 vor Theodor W. Adorno provokativ ihre Brüste entblößten, etwas definitiv Opernhaftes. Dabei hatte der Philosoph das Genre längst für tot erklärt, sei es doch «das Paradigma einer Form, die unentwegt konsumiert wird, obwohl sie nicht nur ihre...
Bei Francis Poulenc spürt man, was das Kunstlied im Grunde ist: gesungene Literatur. Seine Mélodies greifen fast immer auf Verse höchsten Anspruchs und lebender Dichter (also der Surrealisten) zurück. Im Biotop Paris, wo jeder jeden kannte, war das auf persönliche Weise möglich. Sie sind, was Rimbaud von einer Kunst auf der Höhe der Zeit verlangte: absolut modern....
52. Jahrgang Nr. 11
Opernwelt wird herausgegeben
vom Friedrich Berlin Verlag
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752235
Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61 | 10719 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 0
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
www.kultiversum.de/Opernwelt
Redaktionsschluss dieser Ausgabe war
der 12.08. 2011.
Redaktion:
Stephan Mösch
Albrecht...
