Szenische Versuche zu Verdis Frühwerk

Peter Greenaways und Saskia Boddekes «Giovanna d’Arco» in Parma, Emma Dantes «Macbeth» in Palermo, Stefano Mazzonis di Pralaferas «I Lombardi» in Turin

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Verdis Opern aus den von ihm selbst so genannten «Galeerenjahren», geprägt von einem patriotischen, oft kriegerischen Duktus, stellen für das heutige Musiktheater eine große Herausforderung dar, zumal in szenischer Hinsicht. Auch in Italien suchen immer mehr Regisseure Antworten jenseits illustrativer Arrangements. Drei neuere, auf DVD dokumentierte Arbeiten legen nun eine vergleichende Betrachtung nahe.

Der erste Versuch des Komponisten, ein Drama von Schiller zu vertonen, «Giovanna d’Arco», wird heute vorzugsweise konzertant gegeben.

Zu undramatisch, zu wenig schlüssig erscheint das Libretto von Temistocle Solera, der das umfangreiche Personal des Schauspiels auf fünf Rollen reduziert und dafür den Chören breiten Raum einräumt. Der englische Filmregisseur Peter Greenaway hat in Parma in Zusammenarbeit mit seiner Frau, der Videokünstlerin Saskia Boddeke, eine Inszenierung geschaffen, die in ihrer Bildkraft fasziniert und alle Bedenken hinwegfegt. Der Spielort hat auf den starken Gesamteindruck einen nicht unwesentlichen Einfluss: Die Aufführung fand nicht im Teatro Regio statt, dem eigentlichen Opernhaus Parmas, sondern im barocken Teatro Farnese (1617/18), das – im Krieg ...

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Opernwelt März 2019
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 21
von Ekkehard Pluta

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