Ströme des Bewusstseins
Bekanntlich leidet die Neue Musik darunter, wenn sie von Interpreten, die in der klassischen Vokalmusik nicht reüssieren konnten, als Refugium aufgesucht wird. Ohne das «über die Wiedergabe hinausgehende, selbstständige Moment der vokalen Sprache beim Interpreten ist gerade die Objektivität des Werkes nicht zu realisieren». Bestätigt wird diese Überlegung Adornos (in: «Zu einer Theorie der Musikalischen Interpretation») durch Christian Gerhahers Aufnahme von Schönbergs «Buch von den hängenden Gärten» und Bergs Altenberg-Liedern.
Es war eine sinnreiche Idee der Interpreten, die beiden wegweisenden Zyklen der Zweiten Wiener Schule mit einem Schlüsselwerk der Ersten Wiener Schule kontrastierend zu verbinden: mit Beethovens Zyklus «An die ferne Geliebte», dem ersten richtigen Liederkreis. Die entscheidenden Wechsel und Übergänge von Tonarten und Tempo, durch welche die Lieder zyklisch gebunden werden, sind den Händen des Pianisten anvertraut – an keiner Stelle so eindringlich wie beim Übergang vom dritten Lied («Leichte Segler») in das vierte («Diese Wolken»). Unter einer gehaltenen Note des Sängers – auf dem Wort «Zahl» – gilt es für den Pianisten, ein neues Tempo zu setzen. Christian ...
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Opernwelt August 2012
Rubrik: Medien, CDs, Seite 24
von Jürgen Kesting
Impressum
53. Jahrgang Nr. 8
Opernwelt wird herausgegeben
vom Friedrich Berlin Verlag
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752246
Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61 | 10719 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 0
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
www.opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe war
der 10.07.2012.
Redaktion:
Stephan Mösch
Albrecht...
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Frau Breedt, in Bayreuth debütieren Sie in einem kontrovers diskutierten «Tannhäuser». Hat der Regisseur Sie überzeugt?
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