Stützen der Gesellschaft: Andrea Concetti (Wambett, sitzend), Giorgio Caoduro (Zar Peter, dahinter) und Pietro Di Bianco (Leforte) in «Il borgomastro di Saardam»; Foto: Theater/Floriana Tessitore (Skill&Music)
Schokobonbons aus Bergamo
«Donizetti200» heißt das Projekt, das die zweite Ausgabe des neuen Vorzeigefestivals der Stadt Bergamo unter der gemeinschaftlichen Ägide des Künstlerischen Leiters Francesco Micheli und der Fondazione Donizetti ins Leben gerufen hat. Sein Konzept: Bis zum Jahr 2044 soll alljährlich eine Oper des Komponisten zur Aufführung gelangen. Ein ambitioniertes Unterfangen, zu dessen Umsetzung ein breites Spektrum an unterstützenden lokalen Kräften mobilisiert werden musste – Banken und Großkonzerne ebenso wie Hotels, Wohltätigkeitsorganisationen und kleinere Unternehmen.
Selbst ortsansässige Konditoreien waren gefragt und kredenzten zum Donizetti-Reigen mit «Le melodie di Donizetti» ein Schokobonbon, das als Bergamos selbstbewusste Antwort auf die Salzburger Mozartkugel gelten darf. Eine aufmerksame Lektüre der Sponsorenliste nahm dementsprechend vor Beginn einer jeden Vorstellung mehrere Minuten in Anspruch. Doch die Ergebnisse der logistischen Bemühungen sprechen eine klare Sprache: ein ausverkauftes Haus an mehreren aufeinanderfolgenden Abenden, rund 400 000 Euro Einnahmen an der Abendkasse, eine signifikante Steigerung bei den Abonnements um 49 Prozent im Jahr 2016 (gefolgt von einem ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Januar 2018
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Carlo Vitali
Es sollte ein Festakt zum 500-Jahre-Jubiläum der Reformation in Budapest werden. Es wurde eine (von den um einen Kollektivvertrag streikenden Hausgewerkschaften um ein Haar verhinderte) Premiere der Ungarischen Staatsoper. Dass der Vorhang überhaupt hochging, verdankt sich allein Szilveszter Ókovács, dessen Direktorenvertrag soeben um fünf Jahre verlängert wurde....
alpha
01.01. – 20.15 Uhr
Dudamel dirigiert die Berliner Philharmoniker – live in der Waldbühne 2017
06.01. – 11.00 Uhr
Haitink dirigiert Beethoven: Missa Solemnis
07.01. – 20.15 Uhr
Kubelik dirigiert Bruckner: Symphonie Nr. 6
14.01. – 20.15 Uhr
Jansons dirigiert Rachmaninow und Corigliano
21.01. – 20.15 Uhr
Jansons dirigiert Mahler: Symphonie Nr. 8
arte
01.01. –...
Vorsichtig, etwas wackelig schritt er auf die Bühne, der Gleichgewichtssinn machte nicht mehr richtig mit. Doch getragen wurde er, der so breit ins Auditorium lächelte, von einem Tsunami der Sympathie. Ohrenbetäubender, auch ungläubiger Jubel, Standing Ovations – ein letztes Mal kehrte Dmitri Hvorostovsky im Mai dieses Jahres zurück. Alle Kraft nahm er zusammen, um...
