Schlagerparade in Jahrhunderthalle

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Für die fiktive Begegnung zwischen Giuseppe Verdi und Sylvia Plath hatte Hans Neuenfels sich der Musik von Adriana Hölszky bedient. Für die RuhrTriennale (die Produktion ist im Januar auch an der Komischen Oper Berlin zu sehen) hat er sich wieder einen Treff historischer Kulturgrößen ausgedacht, und da es sich diesmal um zwei Komponisten handelt – Schubert und Schumann –, überantwortete er ihnen die Musik.

Sie besteht aus drei Dutzend Klavierliedern, zu denen sich der (vom Band) gesprochene Text von Clara Schumanns Rü­ckert-Vertonung «Er ist gekommen» und Schumanns Hebbel-Melodram «Ballade vom Haideknaben» gesellen. Für beides ist Elisabeth Trissenaar kompetent verantwortlich, dilettierend auch für den gesanglichen Vortrag von Schumanns «Und wüssten’s die Blumen, die kleinen». Den Hauptteil der drei Dutzend Lieder teilen sich der Tenor Xavier Moreno als Schubert und der Bariton Olaf Bär als Schumann, dessen Part er imponierend auch als Sprecher absolviert.
Zunächst erleben wir den geistig schon etwas verwirrten Schumann im ehelichen Auseinanderleben mit seiner Clara, wobei Texte von Neuenfels gesungene Schumannlieder verbinden. Dann erscheint im Biedermeierkostüm mit vier ...

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Opernwelt Dezember 2005
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Ulrich Schreiber

Vergriffen
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