Prima le parole, dopo la musica
Sieht man von Emilio da Cavalieris (im Stil opernhafter, dem geistlichen Inhalt nach aber eher dem, was man später Oratorium nennen wird, zugehöriger) «Rappresentazione di Anima e di Corpo» (1600) ab, war Domenico Mazzocchis «La catena d’Adone» (1626) die erste Oper, die in Rom aufgeführt wurde. Der belgische Bassist Nicolas Achten hat sie nun mit seinem achtköpfigen Brüsseler Instrumentalensemble Scherzi Musicali klanglich brillant und stilistisch auf der Höhe unserer Zeit gültig eingespielt.
Viele Spezialeffekte – Büffellederregister sowie wechselnde Bespannungen mit Metall- und Darmsaiten beim Cembalo, Diskantinstrumente der Theorben- und Spinett-Familie usw. – sorgen für einen ungewöhnlichen Reichtum unterschiedlicher Farben, die bestimmten Figuren, Situationen und Affekten zugeordnet sind. Im Ganzen aber unterscheidet sich der Höreindruck nicht wesentlich von dem, was man von anderen Opern der Zeit (Peri, Caccini, Cavalieri, Monteverdis «Orfeo») kennt. Mehr als die Hälfte des Reizes liegt in der prachtvollen Verssprache Ottavio Tronsarellis und der Kunst biegsam-geschmeidiger Deklamation. Die Figuren diskutieren und demonstrieren die wirklichkeitsschaffende Macht oder Ohnmacht ...
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Opernwelt April 2012
Rubrik: Medien | CDs, DVDs, Bücher, Seite 19
von Boris Kehrmann
Kurz vor seinem 75. Geburtstag wagte sich Claudio Abbado zum ersten Mal an Beethovens «Fidelio». Die Aufführung, im Frühjahr 2008 nacheinander in Reggio Emilia, Baden-Baden, Madrid, Ferrara und Modena gezeigt, wurde von den angereisten Kritikern als musikalische Offenbarung empfunden. Zwei Jahre später nahm sich der Dirigent das Werk beim Lucerne Festival noch...
Jubilare
Sie gab ihr Bühnendebüt 1926 im Alter von 14 Jahren am Budapester Magyar Színház-Theater, entwickelte sich in den Folgejahren mit Auftritten nicht nur in Ungarn rasch zum Operetten-Star und füllte als musikalisches Wunderkind die Konzertsäle in ganz Europa. Marta Eggerth wurde 1912 in Budapest geboren und ging nach Gesangsausbildung und Engagements in Wien...
Impressum
53. Jahrgang Nr. 4
Opernwelt wird herausgegeben
vom Friedrich Berlin Verlag
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752242
Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61 | 10719 Berlin
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Redaktionsschluss dieser Ausgabe war
der 12.03. 2012.
Redaktion:
Stephan Mösch
Albrecht...
