Personalien | Meldungen Dezember 2019
JUBILARE
Sieghart Döhring kam im ostpreußischen Bischofsburg/Biskupiec zur Welt. Er studierte Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie in Hamburg und Marburg/Lahn, wo er 1969 mit einer Arbeit über die «Formgeschichte der Opernarie vom Ausgang des achtzehnten bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts» promoviert wurde. Von 1983 bis 2006 leitete er das Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth.
Von 1987 bis zu seiner Emeritierung 2005 hatte er hier auch den Lehrstuhl für Theaterwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung des Musiktheaters inne. Döhring verfasste zahlreiche Bücher, Aufsätze, Beiträge und Rezensionen (u. a. für «Opernwelt»), er nahm auch immer wieder zu aktuellen Themen des Musiktheaters Stellung. Zu seinen zentralen Publikationen gehören die Habilitationsschrift «Giacomo Meyerbeer. Große Oper als Ideendrama» (1987) und der in der Reihe «Handbuch der musikalischen Gattungen» erschienene, 1997 zusammen mit seiner Ehefrau, der Musikwissenschaftlerin Sabine Henze-Döhring, geschriebene Essay «Oper und Musikdrama im 19. Jahrhundert». Gemeinsam verfassten beide ebenfalls die Biografie «Giacomo Meyerbeer – Der Meister der Grand Opéra» (2014) ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Dezember 2019
Rubrik: Service, Seite 54
von Andrea Kaiser
Als Zeitreise durch die Aufführungsgeschichte des «Fidelio» hatte Paul-Georg Dittrich Beethovens Befreiungsdrama 2018 am Theater Bremen auf die Bühne gebracht. Acht historische Inszenierungen ließen der Regisseur und die Bühnenbildnerin Lena Schmid in einem musealen Guckkasten wiederauferstehen. Von der Wiener Uraufführung (1814) spannte sich der Bilderbogen über...
Frau Pluhar, vor vier Jahren haben Sie in Utrecht «Dido and Aeneas» von Henry Purcell dirigiert, eine ziemlich schräge halbszenische Aufführung. Dürfen die Besucher im Schlosstheater Schwetzingen Ähnliches erwarten?
Damals gab es lediglich eine konzertante Aufführung. Es freut mich natürlich, dass unsere zugegebenermaßen unkonventionelle Interpretation von «Dido...
Als «tragisch-satirische Oper» hat Schostakowitsch «Lady Macbeth von Mzensk» bezeichnet. Für die kaltblütige Mörderin bekannte er sogar «Sympathie», während er bestrebt gewesen sei, den sie «umgebenden Lebensverhältnissen einen finster-satirischen Charakter zu verleihen» – eine Selbstexplikation, die nicht dadurch ins Recht gesetzt wird, dass Stalin die musikalisch...
