Opulenter Leerlauf
New York ist für Rossinis «Le Comte Ory» kein Neuland: Nachdem Thomas Schippers die Oper 1962 mit den Philharmonikern und Solisten wie Judith Raskin (Adèle), Shirley Verrett (Isolier) und Norman Treigle (Gouverneur) auf den Spielplan gesetzt hatte, fand das Werk 1979 auch in das Repertoire der City Opera Eingang, geadelt durch so ausgewiesene Rossini-Interpreten wie Rockwell Blake (Ory), Ashley Putnam (Adèle) und Samuel Ramey (Gouverneur).
Überfällig indes war das Met-Debüt dieser reizvollen, ersten französischen Oper Rossinis, auch wenn sie für das riesige Haus ein wenig klein dimensioniert scheinen mag. War es womöglich solchen Erwägungen geschuldet, dass Bartlett Sher eine derart gewöhnliche, übermäßig betriebsame, stellenweise gefährlich flopverdächtige Inszenierung entfesselte? Oder sind seine Dauerpossen, der Rückgriff auf TV-erprobte Comedy-Mimik und die faktische Abwesenheit jeglicher aus dem Text abgeleiteter Personenregie nicht vielmehr der opus moderandi dieses Regisseurs, zumal zahlreiche Elemente (darunter der ermüdende Rückgriff auf ablenkende Statisten) auch schon in Shers früherer «Barbiere»-Produktion an der Met sowie in seiner desaströsen diesjährigen ...
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Opernwelt Mai 2011
Rubrik: Im Focus, Seite 10
von David Shengold
ARTE
1.5. – 6.00 Uhr
Ein Pianist lädt ein.
Konzert von Leon Fleisher im Pariser Salon der Fondation Singer-Polignac. Werke von Bach, Chopin, Debussy und Schubert.
1.5. – 10.10 Uhr
4./10./16.5. – 6.00 Uhr
17.5. – 5.55 Uhr
27.5. – 6.05 Uhr
Orlando di Lasso: Lagrime di San Pietro.
Collegium Vocale Gent, Philippe Herreweghe.
1.5. – 11.00 Uhr
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Eine Musikstunde mit...
«Es war einmal», schrieb er damals auf den blauen Vorhang. Die Kreide quietschte, während im Graben des Münchner Nationaltheaters das Es-Dur-Vorspiel heraufdämmerte – was orthodoxe Wagnerianer prompt erboste. Obgleich Robert Tear noch keinen Ton in diesem «Rheingold» gesungen hatte, galt er sogleich als Bösewicht. Zweieinhalb Stunden später, als der Brite die...
Immo Karaman hatte in der letzten Spielzeit mit Brittens «Peter Grimes» sein Regiedebüt an der Düsseldorfer Rheinoper gegeben (siehe OW 11/2009). Jetzt setzte er sich dort mit Brittens aufwändigster Oper, dem 1951 uraufgeführten «Billy Budd», auseinander. Wie schon bei «Peter Grimes» verweigert Karaman jede vordergründige Aktualisierung, gar plakative Bebilderung...
