Musik als Theater
Längst hat die Musikwissenschaft das Musiktheater der Gegenwart als lohnendes Forschungsobjekt entdeckt. Das umfangreiche Buch von Claudia di Luzio ist schon die zweite Dissertation zu den Bühnenwerken von Luciano Berio (nach Ute Brüdermann, «Das Musiktheater von Luciano Berio», Frankfurt/M., Peter Lang 2007). Beide Autorinnen haben wesentlich dieselben Quellen benutzt (Handschriften der Paul Sacher Stiftung Basel, Verlagsarchiv der Universal Edition Wien), ihre Ergebnisse bestätigen und ergänzen einander.
In einem ersten Kapitel fasst Claudia di Luzio Berios eigene Aussagen zu seinem Musiktheater zusammen: Statt eine Geschichte mit psychologisch stimmig charakterisierten Figuren zu erzählen, sollen heterogene Elemente – dramatische Situationen, disparate Textabschnitte, oft Zitate aus unterschiedlichen Quellen – nebeneinandergestellt werden, zwischen denen die Musik assoziative Verknüpfungen deutlich macht. Berios Metatheater bezieht sich durchgehend auf die (vor allem literarische) Tradition, die freilich vermittelt, in Form von «Anspielung, Kommentar, Selbstreflexion, Verfremdung, Polarisierung, Parodie und Karnevalismus [Umkehrung von Beziehungen oder Situationen]», Verwendung ...
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Opernwelt April 2011
Rubrik: Medien/Bücher, Seite 30
von Albert Gier
«Es gibt Schriftsteller, die schon in zwanzig Seiten ausdrücken können, wozu ich manchmal sogar zwei Zeilen brauche», ätzte Karl Kraus. Jeder Schreibende mag sich bei dieser Attacke zunächst an die eigene Nase fassen. Doch nirgendwo passt sie treffender als auf die Autobiografien prominenter Mitbürger, wo Geschwätzigkeit oft als klug-charmante Plauderei verkauft...
ARTE
1./7.4. – 6.00 Uhr
Il Giardino Armonico.
Jubiläumskonzert in Würzburg zum 25-jährigen Bestehen des Orchesters.
1.4. – 7.30 Uhr (Teil 24)
2.4. – 8.25 Uhr (Teil 24)
Little Amadeus.
Zeichentrickserie über die Abenteuer des jungen Mozart. 24. Sternschnuppen.
3.4. – 6.00 Uhr
Eine Musikstunde mit Kenneth Gilbert.
Der Cembalist Olivier Baumont und sein Lehrer Kenneth Gilbert...
Über ihre darstellerische Identifikation mit der Rolle lässt sich nichts sagen. Wohl aber etwas über ihre sängerische. Anja Harteros gab ihr Rollendebüt als Leonora in Verdis «Trovatore», steckte aber nicht im Kostüm. Denn die Kölner Oper hat das Werk konzertant angesetzt, nicht im Stammhaus, sondern in der nahe gelegenen Philharmonie, die rechtzeitig als eine von...
