Licht, edel, schön
Der größte Jubel gilt in dieser Eröffnungswoche nicht der Kunst, sondern dem Geld. Als Hans Peter Haselsteiner ans Rednerpult tritt, kann er nicht anfangen. Um ein Haar hätten sich alle sogar von den Plätzen erhoben. Als Dank für einen, der 20 der insgesamt 36 Millionen Euro Baukosten bezahlt hat, der mit seinem Privatvermögen von über einer Milliarde auch den laufenden Betrieb mitfinanzieren wird und der nun beschwichtigende Handbewegungen macht, um Launiges loszuwerden.
Nicht nur der begeisterten Gala-Gemeinde ist klar: Ohne ihn, den Chef des Baukonzerns Strabag, wäre dieses kleine Weihnachtswunder in einem Tiroler Dorf nicht möglich gewesen.
In Erl steht gewiss in manchem Stall eine Krippe, vor allem aber nun ein neues Festspielhaus. «Tarnkappenbomber», den Spitznamen hat der schwarze Bau, der sich unweit des Inns am Berghang duckt, bereits weg. Das sollte jedoch nicht irritieren. Im Foyer herrscht kühles Weiß, rechte Winkel gibt es keine. Nicht nur die Architektur des Wiener Büros Delugan Meissl Associated, auch die Akustik ist gelungen. Der Klang hat Saft und Körper, ist geerdet, in leichten Nachhall verpackt und gerät selbst im größten Tutti-Getümmel nicht ins Dröhnen. Die ...
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Opernwelt Februar 2013
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Markus Thiel
Im französischen 18. Jahrhundert sind noch immer veritable Entdeckungen zu machen. Das beweist die CD-Veröffentlichung zweier Opern von Antoine Dauvergne (1713-1797), dem man in der Literatur zwar als Direktor der Pariser Oper nach 1769, aber nicht als Komponist begegnet. Hercule mourant, eine tragédie lyrique, und La Vénitienne (1768), eine comédie-ballet,...
Herr Selig, spielen Sie eigentlich noch Orgel?
Ab und an. Aber nicht mehr in der Kirche. Seit ein paar Jahren habe ich zu Hause eine digitale drei-manualige Kirchenorgel. Leider finde ich selten genug Zeit zu spielen.
Was haben Sie von der Orgel fürs Singen mitgenommen?
Direkt vom Instrument wenig.
Vom Kirchenmusiker zum Sänger ist der Weg aber so weit nicht…
Gesungen...
Kritische Neuausgaben älterer Opern müssen nicht immer zu veritablen Entdeckungen führen. Im Fall von Giacomo Meyerbeers französischen Opern tun sie es jedoch ganz gewiss. Das hängt zum Teil mit der individuellen Schaffensweise des Komponisten zusammen und in noch höherem Maße mit den Arbeitsbedingungen an den damaligen Pariser Opernhäusern, vor allem dem größten...
