Licht, edel, schön

Ein privater Spender macht’s möglich: Gustav Kuhn kann in Erl das neue Festspielhaus eröffnen – mit Bartók, Mozart und Verdi

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Der größte Jubel gilt in dieser Eröffnungswoche nicht der Kunst, sondern dem Geld. Als Hans ­Peter Haselsteiner ans Rednerpult tritt, kann er nicht anfangen. Um ein Haar hätten sich alle sogar von den Plätzen erhoben. Als Dank für einen, der 20 der insgesamt 36 Millionen Euro Baukosten bezahlt hat, der mit seinem Privatvermögen von über einer Milliarde auch den laufenden Betrieb mitfinanzieren wird und der nun beschwichtigen­de Handbewegungen macht, um Launiges loszuwerden.

Nicht nur der begeisterten Gala-Gemein­de ist klar: Ohne ihn, den Chef des Baukonzerns Strabag, wäre dieses kleine Weihnachtswunder in einem Tiroler Dorf nicht möglich gewesen.

In Erl steht gewiss in manchem Stall eine Krippe, vor allem aber nun ein neues Festspielhaus. «Tarnkappenbomber», den Spitznamen hat der schwarze Bau, der sich unweit des Inns am Berghang duckt, bereits weg. Das sollte jedoch nicht irritieren. Im Foyer herrscht kühles Weiß, rechte Winkel gibt es keine. Nicht nur die Architektur des Wiener Büros Delugan Meissl Associated, auch die Akustik ist gelungen. Der Klang hat Saft und Körper, ist geerdet, in leichten Nachhall verpackt und gerät selbst im größten Tutti-Getümmel nicht ins Dröhnen. Die ...

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Opernwelt Februar 2013
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Markus Thiel

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