Licht aus, Ohren auf
Das Auge hört mit. Nicht nur in der Oper. Manchmal mischt es sich so sehr ein, dass die Ohren das Nachsehen haben. Doch was, wenn nur das Ohr was sieht? Wenn die Bilder nicht von außen, sondern von innen kommen? Inspiriert durch Adriana Hölszkys Musiktheater «Tragödia – Der unsichtbare Raum» experimentiert die Berliner Regisseurin Sabrina Hölzer seit vielen Jahren mit akustischen Environments, die den Vorrang des Visuellen in Frage stellen. Gemeinsam mit dem Solistenensemble Kaleidoskop konzipierte sie das dreiteilige Projekt «Into the Dark» – Hörerfahrungen im lichtlosen Raum.
Nun folgte, in Anspielung auf ein Gedicht des amerikanischen Lyrikers E. E. Cummings, ein weiterer Abend in der Dunkelkammer: «Now I Lay Me Down»
Diesmal empfangen die Musiker das Publikum auf der Bühne des Berliner Festspielhauses. Die Instrumente in der Hand, stehen sie zwischen Podesten, die mit Rollrasen ausgeschlagen sind. Warten geduldig, bis alle Gäste die grünen Liegeflächen erklommen haben. Zur Sinfonia aus der Bach-Kantate «Ich hatte viel Bekümmernis» verlöschen die Schirmlampen. Totale Finsternis. Dass die Solisten während der gut einstündigen Performance ständig in Bewegung sind, ist nur aus dem ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Februar 2015
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Albrecht Thiemann
JUBILARE
Er studierte Violine, Klavier und Komposition und wurde 1965, im Alter von 29 Jahren, an der niedersächsischen Staatsoper Hannover zum damals jüngsten Generalmusikdirektor Deutschlands ernannt. George Alexander Albrecht – jüngerer Bruder des früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht, Onkel der gegenwärtigen deutschen...
Auf den ersten Blick scheint das Geschehen das ruppig düstere Vorspiel zu konterkarieren: Auf der Bühne steht ein Karussellpferd, ein kleiner Junge mit Cowboyhut sitzt darauf. Doch die Idylle trügt. Denn die Eltern im domestizierten Western-Look kümmern sich kaum um das Kind, das mit seiner Spielzeugpistole immer wieder auf die Mutter zielt. Ist das der kleine...
Impressum
56. Jahrgang, Nr 2
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752275
Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 12.01.2015
Redaktion
Wiebke Roloff
Albrecht Thiemann (V. i. S. d....
