Laura Aikin
Frau Aikin, Sie haben fünfzehn Jahre in Italien gelebt. Warum wollten Sie da weg?
Das hatte zum einen private Gründe. Es war aber auch eine Entscheidung für den Beruf. Als amerikanische Sängerin, die hauptsächlich deutsches Fach singt, sah ich in Italien keine Zukunft mehr. Ich will singen, und ich will unterrichten. In Deutschland habe ich ganz andere Möglichkeiten.
Nun sind Sie wieder in die Stadt gezogen, in der Ihre Karriere begonnen hat.
War da auch ein bisschen Nostalgie im Spiel?
Aber klar doch! (lacht) Im Ernst: Ich habe in Berlin einen Traumstart erlebt. Als ich Anfang der 90er-Jahre an der Staatsoper anfing, war das Haus in einer unglaublichen Auf- und Umbruchstimmung. Barenboim hatte gerade die Staatskapelle übernommen. Ich kam frisch von der Hochschule und durfte mit all diesen erfahrenen Sängern und Dirigenten arbeiten. Und ich konnte ein breites Repertoire singen, von der Barockoper bis zum zeitgenössischen Musiktheater. Das war eine goldene Zeit, die mich fürs Leben prägen sollte. Eigentlich wäre ich gern an der Staatsoper geblieben. Aber ich wollte auch eine gewisse Freiheit, um meine eigenen Dinge zu machen. Beides zusammen ging damals leider nicht.
Ihre Paraderollen ...
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Opernwelt September/Oktober 2014
Rubrik: Apropos, Seite 103
von Albrecht Thiemann
Schillers Historiendrama um die Schottenkönigin Maria Stuart lieferte Donizetti die Steilvorlage für einen der wohl besten Zickenkriege der Operngeschichte. Im berühmten Duell der Diven am Schluss des ersten Akts fliegen allerdings nur dann so richtig die Fetzen, wenn sich die Kontrahentinnen in puncto Stimmgewalt und Temperament einigermaßen ebenbürtig sind. Womit...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
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www.theater-aachen.de
– Bernstein, West Side Story: 21. (P), 28.9.; 1., 5., 9., 11., 18., 25.10.; 2., 15., 22., 29.11.; 6., 19., 25.,...
Es sind so viele Emotionen an diesem Abend», sagt Chefdirigent François-Xavier Roth, und sein Blick nach einer beeindruckend bedrückenden Interpretation von Anton Bruckners Achter Sinfonie sagt alles. Da hat ein Orchester gewissermaßen sein eigenes Requiem gespielt. «Mysterium» – «Apokalyptische» lauten die Beinamen des gewaltigen sinfonischen Werks. An diesem...
