Kurpfälzische Opernwerkstatt
Ein wahrhaft kulinarisches Vergnügen bietet das Buch «Hofoper in Schwetzingen». Es vereinigt die Faktentreue wissenschaftlichen Anspruchs und die exquisite Ausstattung eines «Coffee Table Book». Schön und zuverlässig, genau und sinnlich berichtet es vom ältesten erhaltenen Rangtheater in Deutschland. 1753 wurde das Schlosstheater in der Sommerresidenz des kunstsinnigen Kurfürsten von der Pfalz, Carl Theodor, eröffnet.
Er, der Mäzen des damals besten Orchesters Europas, der Musiker aus dem ganzen Kontinent nach Mannheim und in der schönen Jahreszeit ins nahe gelegene Schwetzingen lockte, wollte dort einen intimen Raum für seine musikalischen Experimente bauen.
Der großformatige Band bietet zweierlei: zum einen wissenschaftliche Beiträge zur Musik- und Operngeschichte des Schwetzinger Theaters sowie zu seiner Baugeschichte und zum anderen eine Fülle von Abbildungen in erlesener Qualität. Stellen wir das Auge auch hier an den Anfang: Annette Frese bietet in ihrem Beitrag über die «Bühnengestaltung für die Sommerresidenz» einen Überblick über die Ausstattung der Aufführungen. Die Autorin macht mit den bedeutendsten Bühnenbildnern Carl Theodors bekannt, etwa Lorenzo und Giuseppe ...
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Eine Schlüsselpassage in Luigi Nonos Proteststück «Intolleranza 1960» gehört dem Chor: «Lebendig ist, wer das Licht erwartet in den Tagen des schwarzen Sturms». Als der Chor des Saarländischen Staatstheaters das bei der Premiere im September 2004 sang – es war ein regional wie überregional gefeierter Spielzeitauftakt, nicht nur wegen der Bühne des Stararchitekten...
Hier geht wirklich alles drunter und drüber. Menschen werden zu Puppen, Ausstellungsstücke zu Menschen, die Welt steht Kopf. Alles ein Traum. Soll so sein? Nicht E. T. A. Hoffmann ziert das Programm dieses Abends, sondern das Tandem Strauss-Hofmannsthal. Der Strauss-Zyklus des Essener Aalto-Theaters ist nun beim «Rosenkavalier» angekommen, und der überreicht seine...
Die Stadt der Brauereien am Rand des Reviers, die in die nichtindustriell geprägte Landschaft Westfalens hineinlappt – sie besitzt ein Theater mit Geschichte. Vor einhundert Jahren wurde es eröffnet. Seit 1887 gibt es bereits das Philharmonische Orchester. Hier arbeiteten so namhafte Dirigenten wie Wilhelm Schüchter, Hans Wallat, Klaus Weise oder Marek Janowski....
