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Poulenc: Dialogues des Carmélites Ulm / Theater

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In den letzten Jahren haben sich Francis Poulencs «Dialogues des Carmélites» auf den deutschen Bühnen zu einem echten Repertoirestück entwickelt, was nicht nur an der Bühnenwirksamkeit des Sujets, sondern auch an einer Musik liegt, die dem Orchester gleichermaßen illustrative wie kontemplative Funktionen zuweist und in den Gesangsparts völlig dem Prinzip der Kantabilität folgt. Schließlich handelt es sich um eine Auftragsarbeit für die Mailänder Scala, wo das Stück 1957 in italienischer Sprache und in Starbesetzung herauskam.

Entsprechend waren es auch in Deutschland vor allem die großen Theater in Berlin, Hamburg, München und Stuttgart, die sich dieser Aufgabe stellten. Dass die «Dialogues» auch auf einer kleinen Bühne funktionieren können, hat jetzt das Theater Ulm (das sie in der französischen Originalsprache spielt) respektgebietend bewiesen.

Timo Handschuh, in seiner zweiten Spielzeit GMD des Hauses, hatte 2011 die Stuttgarter Produktion als Assistent Manfred Honecks betreut und auch einige Vorstellungen nachdirigiert. Auf seine Initiative wurde das Stück in den Ulmer Spielplan genommen. Von seiner intimen Kenntnis der Musik, an der er vor allem das «Schwelgen im Piano» ...

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Opernwelt April 2013
Rubrik: Panorama, Seite 46
von Ekkehard Pluta

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