Jenseits von Verdi
Das seit 1975 im apulischen Martina Franca stattfindende Festival della Valle d’Itria, einst gegründet zur Pflege der süditalienischen Musikkultur, hat sich mittlerweile zu einem Eldorado belcantosüchtiger Opernschatzgräber entwickelt. Werke von Traetta, Paisiello, Pacini, Mercadante, Giordano und anderen, vorher selbst den Kennern nicht einmal dem Namen nach bekannt, wurden hier gleichsam aus der Versenkung geholt und via CD (und zuletzt auch DVD) durch das Label Dynamic weltweit in Umlauf gebracht.
Natürlich war nicht jede Ausgrabung zugleich eine Entdeckung, aber unter dem Strich ist die Bilanz erfolgreich.
Zu den Fundstücken würde ich «Pelagio» von Saverio Mercadante zählen. Die 1857 am Teatro San Carlo mit spektakulärem Erfolg uraufgeführte Oper geht auf ein historisches Ereignis zurück. Im 8. Jahrhundert hat Pelagio, der König von Asturien, die Araber in der Schlacht von Covadonga vernichtend geschlagen. In der Oper steht er noch auf der Verliererseite. Seine Tochter Bianca will den Frieden zwischen beiden Völkern besiegeln, indem sie dem feindlichen Führer die Hand reicht. Sie wird daraufhin vom Vater verflucht und am Ende von ihrem Geliebten getötet, der sie aufgrund einer ...
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ARTE
1./5.7. – 6.00 Uhr
Die Kammerphilharmonie Bremen spielt
Schumann: Frühlingssymphonie. Musikalische Leitung: Paavo Järvi.
2./4./8./14./20./26.7. – 6.00 Uhr
Auditorium Parco della Musica.
Der Architekt Renzo Piano erläutert den Konzertsaal in Rom. Das Orchestra dell’Accademia Nazionale diSanta Cecilia unter Antonio Pappano spielt Werke von...
Auch wenn es schwer vorstellbar ist: Es gab einmal eine Zeit, in der die Opern Janáceks außerhalb seiner Heimat nur wenig bekannt waren. Für die Opern von Mieczysław Weinberg gilt heute weitestgehend dasselbe. Gleichwohl dürfte sich dies mit den Produktionen von «Die Passagierin» und «Das Porträt» bei den diesjährigen Bregenzer Festspielen ändern. Weinbergs...
Die russische Oper vor und neben Glinka und Mussorgsky ist in der westlichen Welt immer noch eine terra incognita. Dabei schlummern in russischen Rundfunkarchiven viele Gesamtaufnahmen von Werken des späten 18. (Paschkewitsch, Fomin, Bortnjanski) und frühen bis mittleren 19. Jahrhunderts (Verstovski, Serov, Napravnik etc.), die die Legende Lügen strafen, es hätte...
