Im Focus 3/2012

Opernwelt - Logo

Wenn das Leben zuschlägt, hat die Musik ihre Chance. Sie lotet in all die Abgründe hinab, die in uns lauern. Sie zeigt Höhenflüge und Hölle der Seelen. Ihre Pianissimo-Passagen sind lauter als jeder Schrei, ihre Akkordwechsel bohrender als jede Depression, ihr Jubel ist nachhaltiger als jede Erleichterung. So etwa bei Carl Maria von Webers «Freischütz», bei Vincenzo Bellinis «Sonnambula», bei Puccinis «Suor Angelica», bei Aribert Reimanns «Lear».

Was davon lösen die jüngsten Premieren ein? Wie verhalten sich Musik und Szene? Wo und warum wird Gesang wirklich plausibel? Unser Focus-Teil berichtet davon. Außerdem vom «Ring»-Start in München und vom «Ring»-Ende in Frankfurt.

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt März 2012
Rubrik: Im Focus, Seite 5
von

Weitere Beiträge
Der Counter als Könner

Vor einigen Jahrzehnten hätte die vorliegende CD vielleicht noch den Titel «Hasse redivivus» getragen, doch da im Internet-Zeitalter kaum noch jemand Latein versteht und «reloaded» spätestens seit dem zweiten Matrix-Film der Wachowski-Brüder Teil des modernen Wortschatzes geworden zu sein scheint, heißt es heute also «Hasse reloaded» – sei’s drum. Des modischen...

Was kostet ein Geruch?

Der 1957 geborene englische Komponist Simon Wills hat offenbar, wie viele seiner britischen Kollegen, ein unverkrampftes Verhältnis zur Tradition. Als «Opera buffa» bezeichnet er seine neueste Oper. «The Stolen Smells» ist ein Auftragswerk des Luzerner Theaters und des NDR. In Luzern fand die Uraufführung statt, in der Regie des Luzerner Intendanten Dominique...

Editorial, März 2012

Eigentlich wollte Klaus Florian Vogt im April nach Barcelona fliegen, um mal den Lohengrin zu vergessen. Das Gran Teatre del Liceu hatte den Tenor für einen Doppelabend mit Zemlinskys «Zwerg» und «Florentinischer Tragödie» gebucht. Aber daraus wird nichts – die sechs Vorstellungen sind abgesagt. Auch eine für Mai geplante Aufführungsserie von Debussys «Pelléas et...