«Ich möchte die Elsa singen»
Frau Netrebko, Sie sind inzwischen Mutter und leben in Wien. Könnten wir uns auch auf Deutsch unterhalten?
Vielleicht besser nicht (lacht). Sprachen sind meine schwache Seite. Ich versuche ja, was ich kann. Und auf dem neuen Album habe ich es vielleicht beinahe übertrieben. Es sind zehn Sprachen, die ich dort singe. In Wirklichkeit sind Sprachen das Schwierigste, was es für mich gibt.
Was ist daran so schwierig?
Ich behalte die Vokabeln nicht. Ich lerne zum Beispiel immer noch verzweifelt Französisch.
Vielleicht bin ich zu faul oder nicht intelligent genug. Meine Muttersprache spreche ich nur noch mit Freunden, und die sind vor allem in Russland. Ich lebe in New York, Wien und St. Petersburg. Drei wundervolle Städte. Mein neues Album ist beinahe ein Spiegel der Tatsache, dass ich sprachlich im Grunde wohl leicht entwurzelt bin.
Das Album heißt «Souvenirs». Schauen Sie gern zurück?
Der Titel ist nicht über mich. Die Idee war eher, ein Bouquet von Blüten und Blumen zusammenzubinden. Einige werden finden, sie passen nicht recht zusammen. Aber sie klingen gut zusammen. Das schwierigste war das andalusische Lied. Mein liebstes ist das jiddische. Ich wollte etwas ganz Altes darunter haben. ...
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