Höllenpolka

Gerd Albrecht setzt seine Dvorák-Reihe bei Orfeo mit der «Teufelskäthe» fort

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In der Hölle ist alles ganz anders. Die Tuba, sonst eher für klangliche Grundierung zuständig, rückt zum Melodieinstrument auf, wenn man denn ihre bizarre Tonfolge als solche hören will. Die Streicher, sonst eher für melodischen Schmelz zuständig, wispern irisierend. Ein Klanggespinst ohne Mitte, in dem sich Akkorde verschieben, bevor man sie überhaupt wahrgenommen hat. Subkutan trübt sich Dur zu Moll, und die Ohren kommen nicht daran vorbei: Sonne gibt es in der Hölle keine.
Dvorák war ein reifer Meister, als er diesen musikalischen Gang in die Hölle wagte.

Der Teufel, der uns davon erzählt, heißt Marbuel und tanzt auf Erden mit der biestigen Käthe, die sonst niemand so richtig haben will. Sie folgt ihm prompt. Dass es dann nicht, wie versprochen, ein «Schloss» ist, wohin der Weg führt, sondern eben die Hölle, nimmt sie ihm übel. Schon unterwegs macht sie dem armen Teufel zu schaffen, und seine Kollegen stimmen ihm zu: Nichts wie zurück auf die Erde mit der Käthe. Dafür sorgt dann ein gewiefter Schäfer, der die Käthe zwar nicht richtig liebt, aber doch so sympathisch findet, dass er sie retten will vor ewigem Verderben. Schließlich muss auch der Tenor was zu tun haben. Ganz ...

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Opernwelt Juli 2009
Rubrik: Medien/CDs, Seite 28
von Stephan Mösch

Vergriffen
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