Grundlagen der Darstellung
Rezensieren kann man dieses Buch eigentlich nicht. Es wird von seinem Autor als «Arbeitsbuch», an anderer Stelle als «subjektiv verfasstes Übungsbuch» bezeichnet. Beides trifft zu. Das heißt: Sängerinnen und Sänger sollten dieses Buch nehmen und die darin vorgeschlagenen Übungen ausprobieren – in der Gruppe oder im stillen Kämmerlein. Dann wird man den Wert der Vorschläge erfahren – und sicherlich einige wertvoller finden als andere. Das gehört zur Sache. Fakt und an dieser Stelle mitteilenswert ist daher nur Folgendes.
Gerd Heinz (Jahrgang 1940), der von 1997 bis 2008 als Professor an der Freiburger Musikhochschule lehrte, als Schauspieler anfing und später viel für das Sprech- und Musiktheater inszenierte, hat den von ihm entwickelten Kurs «Grundlagen der Darstellung» zu Papier gebracht. Entwickelt wurde dieser Kurs schon in den 1960er-Jahren, damals noch an der Hamburger Musikhochschule. Heinz hat ihn im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt und verfeinert. Er schildert die Übungen (und einige der damit gemachten Erfahrungen) in vier Kapiteln, die überschrieben sind: Raum, Körper, Bild, Sprache. Dabei geht es nicht um Darstellungstheorien, sondern um Handwerk. Gleichwohl ...
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Opernwelt Juli 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 35
von Stephan Mösch
Zwölf Tage nach dem 300. Geburtstag des Jubilars ist es wieder so weit: Zum fünften Mal wird in und um Nürnberg herum das Werk Christoph Willibald Glucks im Zentrum der Internationalen Gluck Opernfestspiele stehen. Den Auftakt im Nürnberger Schauspielhaus macht eine konzertante Aufführung der «Iphigénie en Aulide» in der Wagner-Fassung (Opéra Nizza, Philippe...
Jubilare
Herkunft verpflichtet. Wie Verdi und Toscanini stammt Carlo Bergonzi aus der Region Parma. Er ist mit der Oper aufgewachsen, schon als Sechzehnjähriger nahm er ein Gesangsstudium auf. 1947 debütierte er als Bariton, arbeitete sich dann in diesem Fach drei Jahre durch kleine und mittlere Theater, stand mit Altmeistern wie Beniamino Gigli und Tito Schipa auf...
Vorbei sind die Zeiten, in denen einst klingende Namen wie Antonio Caldara und Leonardo Vinci allenfalls einigen Spezialisten oder besonders leidenschaftlichen Liebhabern der Barockoper vertraut waren. Vor einigen Jahren hat etwa Philippe Jaroussky mit seinem Album «Caldara in Vienna» nachdrücklich auf den großen Wiener Hofkomponisten des frühen 18. Jahrhunderts...
