Gerüttelt und geschüttelt

Neapel | Cimarosa: Il marito disperato

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Das Teatrino di Corte an Neapels Palazzo Reale ist ein vergleichsweise unbekanntes Juwel, das ganz im Schatten des majestätisch-prunkvollen Teatro San Carlo steht. Dabei ist in dem kleinen, 1768 fertiggestellten Theater so manche neapolitanische buffa aufgeführt worden, während man gestandene seria-Kost eher im San Carlo gab. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, diente das Teatrino zunächst als Kino für die alliierten Besatzungstruppen, bevor es 1954 restauriert und danach weiteren Renovierungsarbeiten unterzogen wurde.

Nun strahlt es mit seinen roten und goldenen Schmuckelementen, Statuen, Fresken sowie modernster Bühnentechnik in neuem Glanz. Für die Wiedereröffnung hatte der Musikwissenschaftler Ivano Caiazza besondere Arbeit geleistet: Endlich war Domenico Cimarosas «Il marito disperato» mit den originalen Orchesterstimmen und in jenem neapolitanischen Dialekt zu hören, den der Komponist sich für den Helden seiner Oper vorgestellt hatte – eine kaum minder aufwändige und liebevoll aufbereitete Restaurierung.

Im Zentrum der Handlung steht der wohlhabende, aber einfältige Don Corbolone. Er ist mit der Edelfrau Gismonda verheiratet. Ein bunter Reigen typischer Commedia ...

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Opernwelt Februar 2012
Rubrik: Panorama, Seite 38
von Carlo Vitali

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