Gemischte Gefühle

Matthias Goerne setzt seinen Schubert-Zyklus fort, Arnold Bezuyen verhebt sich an Schumann

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In seiner auf zwölf CDs ausgelegten Schubert-Edition hat der Bariton Matthias Goerne die siebte Folge erreicht. Litt die zuletzt in der Reihe veröffentlichte Aufnahme des «Schwanengesangs» vor allem unter dem schwerfälligen, lethargischen Klavierspiel des Begleiters Christoph Eschenbach – was die Lieder manchmal geradezu auf der Stelle treten ließ –, so bekommt Goerne die künstlerische Partnerschaft mit Andreas Haefliger ausgesprochen gut.

Der Schweizer profiliert sich als aktiver, lebendig charakterisierender Pianist, und das animiert auch Goerne – etwa in der leichtfüßig und mit Witz pointierten «Forelle» oder dem endlich einmal nicht übertrieben theatralisierten «Erlkönig», wo er die drei Figuren in der Tonfärbung kaum voneinander abhebt. Auch in dieser 19 Stücke umfassenden Auswahl liegt das Schwergewicht, wie in den meisten der bisher erschienenen Folgen, wieder auf den melancholisch-düsteren Liedern des schmerzlichen Eingedenkens, die sich ideal für die weiche, geschmeidige Stimme und das verhangene Timbre Goernes eignen. Zwei der berühmtesten, «Im Abendrot» und «Der Wanderer», stehen am Anfang. Goerne nimmt sie ganz und gar unpathetisch, mit entspannter Nachdenklichkeit, so ...

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Opernwelt Juni 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 30
von Uwe Schweikert

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