«Gehen, ohne irgendwohin zu gelangen»
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Was wäre, gälte Schopenhauers Wort? Was also wäre, würde sich das Wesen einer Gesellschaft durch Musik ausdrücken lassen? Nähme man Aribert Reimanns «Lear»-Partitur zum Maßstab und setzte die Entstehungszeit in eins mit der Jetztzeit, es stünde gewiss nicht eben gut um die menschlichen Belange. Kaum eine Oper nach 1945 trägt so sehr die Züge des Apokalyptischen wie...
Vor fünf Jahren bescherte Kent Nagano Berlin an der Lindenoper eine neue «Turandot», die nicht nur aufhorchen ließ, weil das damals noch druckfrische Finale Luciano Berios auf den Notenpulten lag, sondern auch wegen ihres gehärteten, gleichsam trockeneisgekühlten Klangbildes (siehe OW 11/2003). Puccini, der Meister des molto cantabile hatte ausgedient, hier galt...
Ästhetisch stark geprägte Jahre» habe es zuletzt an der Bayerischen Staatsoper gegeben – in der Ära Sir Peter Jonas –, aber vieles habe hier doch nicht stattgefunden. So sprach der neue Opernmann in München, Staatsintendant Nikolaus Bachler (in einem Interview der Süddeutschen Zeitung). Er scheint sich und seine Musiktheaterarbeit neu definiert zu haben, will in...
