Feurige Zeichen, finstere Aussichten
Es gibt kein Glück auf Erden. Aber zumindest einen Trost (in) der Musik. Das ist die gemeinsame Botschaft der beiden Mozart-Premieren, die Hannovers Staatsoper pünktlich zum Jubiläum präsentiert. Zwar handelt es sich bei «Così fan tutte» und bei «Lucio Silla» um zwei Opern, die ein auskomponiertes Glücksfinale haben, doch das heißt nicht viel in unserer Zeit.
Bei «Così fan tutte» sind wir es ja seit vielen Jahren gewohnt, dass die Helden in dieser «Schule der Liebenden» die Reifeprüfung nicht bestehen.
Die Frage bleibt meist nur, ob die vermeintlich Versöhnten nach dem Treuebruch und der Wiederherstellung der alten Liebesordnung gleich getrennte Wege gehen oder ob sie sich mehr oder minder arrangieren. Da lockt mal die Psychiater-Couch, mal die Verzweiflung, zumindest aber verdunkelt sich der Horizont. Auch in Joachim Schlömers hannoverscher Erzählweise sind die Aussichten finster, nichts passt mehr zusammen, und jeder ist mit sich allein. Überraschend ist allerdings, dass der Drahtzieher Don Alfonso Prügel vom Volk bezieht, obschon er seine Statisten im Liebes- und Ränkespiel sichtlich gut bezahlt.
Das Happy End wird in Hannover auch im Rache-Verschwörungs-Vergebungs-Drama ...
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Peter Halls...
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