Epischer Klang

Das Theater Lübeck präsentiert seinen «Ring des Nibelungen» auf DVD

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Wagners vierteiliges Bühnenfestspiel «Der Ring des Nibelungen» ist längst kein Privileg der großen Häuser mehr. Warum das so ist, erklärt der Lübecker Opernchef Roman Brogli Sacher ganz unbefangen so: «Als Dirigent bin ich glücklich, einmal im Leben diesen Zyklus gemacht zu haben.» Seine Kollegen denken ebenso, sagen es vielleicht nicht so offen.

Eine Aufführung der Tetralogie ist ein Prüfstein für die Leistungsfähigkeit eines Theaters und im Falle des Gelingens ein ausgezeichnetes Aushängeschild, das man nach Möglichkeit in Ton und Bild festhält, um es auch außerhalb der Stadt bewundern zu lassen.

Der jeweilige Regisseur sieht sich durch die ständig steigende Zahl an DVD-Mitschnitten von großen wie kleinen Bühnen leicht in Beweisnot gebracht. Oft ergeht es ihm dabei wie Mime bei seinem hilflosen Versuch, für Siegfried ein brauchbares Schwert zu schmieden. Die «Arbeit am Mythos» (Hans Blumenberg), die vor allem darin besteht, diesen Mythos für die eigene Zeit neu zu deuten, erfordert gründliche Geistesarbeit und nachschöpferische Fantasie. Das ist nicht jedem Regisseur in gleichem Maße gegeben. So drängt sich bei vielen Inszenierungen, die nach Chéreaus Bayreuther «Jahrhundert-Ring» ...

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Opernwelt September/Oktober 2011
Rubrik: Medien | CDs, DVDs, Seite 48
von Ekkehard Pluta

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