Einflüsse, Facetten, Folgen

Die jüngste Ausgabe des «wagnerspectrum» widmet sich Wagner und Italien

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Zum Thema Wagner und Italien gibt es mannigfache Bildbände, Reisebeschreibungen usw. Die Zeitschrift «wagnerspectrum» hat sich in ihrer jüngsten Ausgabe selbstverständlich ehrgeizigere Ziele gesetzt und macht dem zweiten Teil ihres Namens alle Ehre. Ein «Spectrum» tut sich auf, das viel Neues enthält, anderes in minutiöser Zusammenschau bietet.

Dass Wagner mit den (erst posthum uraufgeführten) «Feen» an die «Donna serpente» des venezianischen Dichters Carlo Gozzi anknüpft, ist bekannt.

Kaum beachtet wurde jedoch, dass auch spätere Werke ab dem «Holländer» über «Lohengrin» bis sogar zu «Siegfried» und «Parsifal» von Gozzis «fiabe» beeinflusst sind. Katherine R. Syrer erläutert das anschaulich und zeigt auch frühe Missverständnisse der Rezeption. Egon Voss stellt dar, wie und warum Wagner von der Musik Palestrinas fasziniert war (bis zum Zitat im dritten «Parsifal»-Akt). Dieter Schickling führt taktgenau vor, wie der junge Puccini «Die Meistersinger» im Auftrag von Ricordi für die italienische Erstaufführung zusammenstrich. Uwe Schweikert bietet einen detailscharfen Überblick zum Verhältnis Wagner-Verdi, arbeitet insbesondere Verdis ambivalente und in ihrer Komplexität oft ...

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Opernwelt September/Oktober 2010
Rubrik: Medien | Bücher, Seite 48
von Stephan Mösch

Vergriffen
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