Eine Welt für sich
An der Mercedesstraße von Cannstatt nach Untertürkheim liegt die Stuttgarter Schleyerhalle, in der Reitturniere stattfinden, Holiday on Ice versprochen wird und in der Bon Jovi oder Udo Jürgens auftreten. Rund achttausend Zuschauer begehrten an einem goldenen Oktoberabend Einlass, um eine Legende zu besichtigen: Luciano Pavarotti, der wenige Tage zuvor siebzig Jahre alt geworden war, bis ins Jahr 2006 hinein auf Abschiedstournee die Welt umrundet und zum letzten Mal die musikalische Lufthoheit über deutschem Boden ausüben wollte.
Obwohl – nächstes Jahr gäbe es ja eine Fußball-WM in Deutschland... Hatte der Tenorissimo aus Modena da beim Journalistenempfang am Tag vor dem Auftritt etwa den Abschied vom Abschied in Aussicht gestellt?
Geschickt hatte der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger dafür gesorgt, ein paar Strahlen von der Tenorsonne abzubekommen. Die Staatskanzlei bat zu einem Foto- und Pressetermin, dessen genauer Sinn und Zweck keinem der Geladenen so recht klar wurde, außer eben, dass die Sonne schien und viele Fotos gemacht wurden, als Pavarotti den Saal eines Stuttgarter Nobelhotels betrat. Man wusste nicht recht, ob der leutselig dem eher zart ...
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«Es gibt einen Ort in der Mitte des Erdkreises, zwischen Erde, Meer und Himmelszonen, die Grenzscheide der dreigeteilten Welt, von dort kann man alles, was irgendwo geschieht, sehen, sei es auch noch so weit entfernt, und jede Stimme dringt an das lauschende Ohr. Fama wohnt dort und hat sich an der höchsten Stelle ein Haus gebaut, ihm zahllose Eingänge und tausend...
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