Ein Denkmal für zwei

Dietrich Fischer Dieskaus «Last Words», gefilmt von Bruno Monsaingeon

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Unter den Dokumentarfilmern, die sich für Musik interessieren, nimmt Bruno Monsaingeon ­einen besonderen Rang ein. Der Franzose ist ausgebildeter Geiger und verkehrt mit Musikern sozusagen in ihrer Sprache. Das hat ihm nicht nur Türen, sondern auch Herzen geöffnet. Monsaingeon interessiert sich für die eher scheuen, oft schwierigen Künstler, die ihren Weg abseits des Medienhypes gemacht haben, ja diesen sogar meiden. Daher gehört es zu seinen größten Verdiensten, den Klaviertitanen Svjatoslav Richter zu einer filmischen Lebensbeichte animiert zu haben.

Auch mit dem gewiss nicht einfacheren Glenn Gould hat er Dokumentationen vorgelegt, die man nicht vergisst, wenn man sie einmal gesehen hat. Seinem Freund und Mentor Yehudi Menuhin sind mehrere Arbeiten gewidmet. Das David-Oistrach-Porträt wurde, über alle Facetten des Geigers und des Geigens hinaus, zu einem Porträt des sowjetischen Künstlers in Stalinismus und Kaltem Krieg schlechthin. Julia Varadys stupende Gesangstechnik und ihr faszinierender Unterricht sind ebenfalls mit der diesem Regisseur eigenen Mischung aus Einfühlsamkeit, Sachkenntnis und Beharrlichkeit festgehalten.

Zum 70. Geburtstag Monsaingeons haben EuroArts und ...

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Opernwelt Mai 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 32
von Stephan Mösch

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