Die Vergangenheit lebt

Schätze aus dem Archiv des französischen Rundfunks

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Seit dem Niedergang der Phonoindustrie sind es vor allem die Interpreten und Institutionen selbst – Opernhäuser, Orchester, Rundfunkanstalten –, die sich um die Veröffentlichung und Vermarktung ihrer Produkte kümmern. Dazu gehört auch der reiche Schatz an älteren Aufnahmen, der vor allem in den Archiven der Funkanstalten schlummert. Das französische Institut national de l’audiovisuel (INA), an dessen vielfältigen Aktivitäten sich das Deutsche Rundfunkarchiv ein Beispiel nehmen könnte, verfügt sogar über ein eigenes Label mit Namen INA mémoire vive.

Seit Kurzem wird es in Deutschland von Helikon Harmonia Mundi vertrieben.

In der von Renaud Machart betreuten Reihe ist zuletzt ein Francis Poulenc gewidmetes Doppelalbum erschienen, das neben der Straßburger Uraufführung seines «Stabat mater» (in der zähen Interpretation durch Fritz Munch, dem Bruder des berühmten Charles Munch) vor allem die Zusammenarbeit des Komponisten mit Denise Duval, seiner Lieblingsinterpretin in den letzten Lebensjahren, dokumentiert. Neben Liedern und einer Soloszene aus der Farce «Les Mamelles de Tirésias» hören wir Duval hier mit dem für sie geschriebenen Monolog «La Dame de Monte-Carlo». Sie besitzt jenen ...

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Opernwelt Februar 2015
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 26
von Uwe Schweikert

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