Die schönste Sackgasse der Welt
Herr Engstroem, zum Jubiläumsfestival sind mehr Musiker und mehr Besucher nach Verbier gekommen als je zuvor. Gibt es für Sie Grenzen des Wachstums?
Ich freue mich natürlich, dass das, was wir seit 1994 versuchen, einen so guten Ruf hat. Es ist ja nicht so, dass man mal eben einen Abstecher nach Verbier macht. Dafür liegt der Ort zu abgeschieden. Verbier ist eine Sackgasse. Wer hierher kommt, hat sich bewusst entschieden. Ich glaube, die Anziehungskraft des Festivals hängt weniger mit dem Umfang des Programms als mit seiner Philosophie zusammen.
Das für mich Wichtigste ist eine persönliche, offene, informelle Atmosphäre, ein Rahmen, der Begegnungen ermutigt, die anderswo nicht ohne Weiteres zustande kämen. Das gilt sowohl für den Dialog zwischen Klassik-Stars und Talenten, die am Anfang einer
Karriere stehen, als auch für Kontakte zwischen Künstlern und Publikum.
Eine Werkstatt ohne Berührungsängste?
Genau. Das ist mein Ziel. Wer bei uns lernen will, soll keine Scheu haben, einen berühmten Solisten, Sänger, Dirigenten anzusprechen. Vielleicht biegt Pinchas Zukerman gerade um die Ecke oder Martha Argerich oder Anne Sofie von Otter oder Charles Dutoit. Es soll keine Barrieren geben. ...
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Opernwelt September/Oktober 2014
Rubrik: Im Focus, Seite 36
von Albrecht Thiemann
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
www.theater-aachen.de
– Bernstein, West Side Story: 21. (P), 28.9.; 1., 5., 9., 11., 18., 25.10.; 2., 15., 22., 29.11.; 6., 19., 25.,...
Rhythmisch wiegen sich die Sänger der ägyptischen Sufi-Gruppe «Al-Tariqa Al-Gazoulia», um sich einzustimmen auf das Ritual, das sonst nur in den Räumlichkeiten der islamischen Glaubensgemeinschaft stattfindet. Zum ersten Mal führten die Sufis bei den Salzburger Festspielen ihr Gebet öffentlich vor: ein monodischer Lobpreis Allahs, der nach etwa einer halben Stunde...
Herr Nigl, Sie gehören zu den wenigen bekannten Sängern, die fast nur in Neuproduktionen auftreten. Warum?
Richtig, ich singe fast gar keine Repertoirevorstellungen. Das hat sich so entwickelt, weil mir die Zusammenarbeit mit einem Regisseur und einem Dirigenten einfach zu wichtig ist. Erfolge hatte ich vor allem mit Festival-Produktionen. Erst durch die Opern von...
