Die Götter müssen verrückt sein
Auf die Idee mit dem sexy Sixpack sind beide gekommen: Zur optischen Auflockerung wird immer wieder ein halbes Dutzend knackiger Tänzer auf die Bühne geschickt, vorzugsweise in Kostümen mit minimalem Stoffverbrauch. Im dritten Akt trägt jeweils der gesamte Chor putzige Retro-Bademode, und auch eine schwule Kammerzofe gibt es doppelt.
Zwei große Opernhäuser der Republik eröffnen ihre Saison mit Jacques Offenbachs «La belle Hélène», deren Erfolgsgeschichte vor genau 150 Jahren begann. In beiden Fällen sind eingeschworene Erfolgsteams am Werke.
Hamburg hat das Duo Renaud Doucet und André Barbe engagiert, an der Komischen Oper steht dem Intendanten Barrie Kosky der Choreograf Otto Pichler zur Seite. Zwei brillant gearbeitete Produktionen sind da zu sehen, denen es darum geht, alle Staubschichten von der Antikenparodie wegzublasen, in der sich einst die Pariser Gesellschaft des zweiten Kaiserreichs wiedererkennen sollte. Auf der einen wie der anderen Bühne werden dafür leistungsstarke Witz-Ventilatoren angeworfen – und doch fallen beide Aufführungen höchst unterschiedlich aus.
Doucet und Barbe gelingt es, die Farce mit Charme fürs heutige Publikum optisch auszustaffieren, ihre Show atmet ...
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Opernwelt Dezember 2014
Rubrik: Im Focus, Seite 16
von Frederik Hanssen
Trotz ihrer erfolgreichen Weltpremiere an der New Yorker Met im Jahr 1910 findet man Puccinis «Fanciulla del West» nur gelegentlich auf den Spielplänen. Umso erfreulicher, dass sich die English National Opera nach 50 Jahren nun erstmals wieder zu einer Produktion des Dreiakters entschlossen hat. Und dass Richard Jones, sonst eher für ironische bis surreal-groteske...
ARD-ALPHA
13.12. – 11.00 Uhr
KlickKlack.
Musikmagazin.
14.12. – 11.00 Uhr
Mariss Jansons
im Teatro Colón. Solist: Mitsuko Uchida, Klavier.
14.12. – 20.15 Uhr
Jansons reist.
Dokumentation von Eckhard Querner über das Symphonieorchester des BR in Südamerika.
24.12. – 20.15 Uhr
Weihnachtskonzert
mit dem Windsbacher Knabenchor und Cornelia Froboess.
25.12. – 11.00 Uhr
Enoch zu...
Wolfgang Rihms Kammeroper «Jakob Lenz», Geniestreich des 27-Jährigen, deren Handlungsgerüst Georg Büchners Erzählung folgt, gehört seit ihrer Uraufführung 1979 zu den meistgespielten Werken des modernen Musiktheaters. Ihr Erfolg beruht nicht zuletzt auf der moderaten Besetzung – drei Solisten, elf Instrumentalisten, sechs Vokalstimmen –, die auch kleineren Häusern...
