Der unbekannte Pergolesi

Drei DVD-Mitschnitte aus Jesi führen in das Opern-Œuvre jenseits der Serva padrona ein

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Als Opernkomponist ist Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736) auf unseren Bühnen nur mit seinem heiteren Intermezzo La serva padrona heimisch geworden. Dabei hat er trotz seiner kurzen Lebensspanne ein stattliches Œuvre für das Theater hinterlassen, das seine Heimatstadt Jesi in einem ihm gewidmeten Festival nach und nach aus dem Dornröschenschlaf befreit. Drei Mitschnitte von Aufführungen aus den vergangenen Jahren, denen der Rang von Ausgrabungen zukommt, lassen erkennen, dass da noch einige Schätze zu entdecken sind.



Pergolesi kam frisch von der Akademie, als er den Auftrag erhielt, für Neapel eine Opera seria zu schreiben: La Salustia (1732). Er nutzte die überkommenen Formen, führte sie aber bereits aus dem Korsett des Virtuosentheaters heraus. Echte Herzenstöne sind insbesondere der Titelheldin vergönnt, die Böses mit Gutem vergilt, damit ihren Mann, den seiner Mutter hörigen Kaiser Alexander, wieder an sich bindet und zugleich ihren als Attentäter verurteilten Vater vor dem Tode rettet.

Diese Oper lohnt das Zuhören, zumal in der vorliegenden Interpretation. Die Notwendigkeit einer szenischen Neubelebung kann die Aufführung indes nur bedingt unter Beweis stellen: Juliette ...

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Opernwelt März 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 30
von Ekkehard Pluta

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