Der Kulturarbeiter

Die Theaterarbeit von Peter Sellars - ein Zwischenbericht

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Peter Sellars, das Enfant terrible, Peter Sellars, der Provokateur: Lang ist’s her. Der amerikanische Regisseur, der in den achtziger Jahren mit seinen Inszenierungen von «Don Giovanni», «Così fan tutte» und «Le nozze di Figaro» verstörte, polarisierte, faszinierte und international berühmt wurde, agiert heute eher aus dem Hintergrund. Es ist stiller um ihn geworden, andere Namen setzen jetzt die Trends in der Regieszene. Sellars ist längst etabliert und stößt keinen mehr vor den Kopf.


Dass der Theatermacher, der sich gleichermaßen mit Oper wie mit Schauspiel auseinander setzt und Theater immer als politisch und unlösbar mit unserer politischen Realität verbunden begreift, dabei alles andere als eine Zeiterscheinung mit kurzem Verfallsdatum ist, bestätigt die Textsammlung «Peter Sellars – Amerikanisches Welttheater», herausgegeben von Gottfried Meyer-Thoss. Das Phänomen Sellars als theaterbesessener, hochmusikalischer Analytiker, der die von ihm erarbeiteten Werke stets in einen akribisch recherchierten historischen und (sozial-)politischen Kontext stellt, setzt sich in den Texten von Maria M. Delgado, Ivan Nagel, Edward W. Said, Hermann Beil, Toni Morrison sowie in Interviews mit ...

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Opernwelt Januar 2005
Rubrik: Magazin, Seite 28
von Jochen Breiholz

Vergriffen
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