Das Klirren der Teetassen
Joseph Haydn schien mit seinen Lebens- und Schaffensumständen nach außen hin stets d’accord; ein «Homo politicus» war er wohl nie. Hanns Eisler umso mehr; im Gespräch mit Hans Bunge tadelte er denn auch das «zurückgebliebene gesellschaftliche Verhalten» mancher Musiktitanen. «Selbst bei dem größten Musiker der Menschheitsgeschichte, bei Mozart, ist noch das Klirren der Teetassen und der Teller beim Menü der Adeligen mitkomponiert, von Haydn gar nicht zu reden...
» Dass solche Haltungen aus früheren Zeiten von den Musikern heute kritiklos übernommen würden, erzeuge «eine ganz merkwürdige Art vonIdiotie und Dummheit in der Musik». Solche Attacken, aus einer Haltung geboren, die jedes Verharren von Musik im ästhetischen Überbau verdammte, scheinen heute politisch einäugig – und doch im Zusammenhang mit Auswüchsen diverser Jubelveranstaltungen so falsch wieder nicht. Manche Entgleisung anlässlich des Mozart-Jahrs ist noch in frischer Erinnerung.
Zwar bietet man nun in Eisenstadt auch einen Haydn-Likör an (der im Geschmack ein wenig an Baileys erinnert). Doch halten sich Exzesse der erwähnten Art bei Joseph Haydn, der nie auf eine so fatal triviale Weise populär war wie Mozart, in ...
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Das neue «Metropolitan Kansas City Performing Arts...
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