Das Ei des Paul Andreu

Beijings neues Theater- und Opernzentrum schwimmt in einem künstlichen See. Alles an ihm ist gigantisch – die Maße wie die Kosten.

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 Der «Platz des Himmlischen Friedens» in Peking, einer der größten Plätze der Welt, ist für seine kommunistischen Monumentalbauten bekannt. Er rahmt den Blick auf die Verbotene Stadt, von der aus das chinesische Riesenreich über mehrere Dynastien hinweg regiert wurde. Seit 2007 das neue Nationaltheater eingeweiht wurde, bietet der «Tian-An-Men»-Platz erstmals auch Raum für musikalische Hochkultur. Nur die stalinistische «Große Halle des Volkes» trennt den Neubau vom großen Platz.

Die Oper liegt zurückgesetzt von der überbreiten Chang-An Avenue, die Peking in Ost-West-Richtung durchschneidet. Mehr als 300 Millionen Euro hat sich der chinesische Staat diesen neuesten Renommierbau kosten lassen. Wie ein riesiges, glänzendes Straußen-Ei wirkt das neue «National Centre for the Performing Arts» mitten in einem flachen Wasserbecken, das seine Form eitel spiegelt und zum Oval ergänzt. 

Entworfen hat das mit Titan verkleidete Opernhaus der französische Architekt Paul Andreu. Er hat futuristische Flughäfen im Nahen Osten und China entworfen, außerdem das berühmt-berüchtigte «Terminal 2 E» am Pariser Flughafen Charles de Gaulle, das 2004, noch vor seiner Eröffnung, eingestürzt war. Nur die ...

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Opernwelt März 2009
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Ulf Meyer

Vergriffen
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