Chiffren des Unverfügbaren

Erik Nielsen dirigiert an der Oper Frankfurt Helmut Lachenmanns «Mädchen mit den Schwefel­hölzern», Regie führt Benedikt von Peter

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Selbst in einer so musikliberalen Stadt wie Frankfurt am Main geht eine Lachenmann-Premiere nicht ganz ohne Buhs ab. Natürlich gab es im Vorfeld der Aufführung auch jenen konservativen Opernhabitué, der wütend um sich herum zu agitieren versuchte und wieder einmal die «unverantwortliche Verschleuderung von Steuergeldern» bemühte (womit er beim Schreiber dieser Zeilen gerade an die richtige Adresse kam).

Von derlei zum Glück nur mehr skurrilem Gefletsche ließ sich Opernchef Bernd Loebe gewiss nicht beeinflussen, wenn er das schon lange geplante Projekt «Mädchen mit den Schwefelhölzern» etliche Jahre hinausschob. Eine gründliche, überzeugende Arbeit sollte vorgelegt werden, und diese bedurfte einer ungewöhnlich aufwändigen Vorbereitung. Benedikt von Peters Lösung, das erratische Werk in einem weidlich «umgebauten» Theaterraum en suite mit sieben Abenden am Anfang der Spielzeit zu platzieren, war selbstverständlich eine organisationstechnische Herausforderung.

Wie kaum anders zu erwarten, gab es keine Guckkasten-Optik. Natascha von Steigers Raumkonstruktion bezog den unteren Teil der Bühne als Publikumsbereich ein. Darüber thronte tribünenartig der Großteil des Orchesters mit dem wie ...

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Opernwelt November 2015
Rubrik: Im Focus, Seite 20
von Hans-Klaus Jungheinrich

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