Bonn Chance!
Ausgerechnet mit einer Nachtmusik ist in Bonn die Reihe «bonn chance!» zu Grabe getragen worden. Ob das ein Zufall war? «Nocturno» von Georg Friedrich Haas setzte den Schlusspunkt unter zwanzig Jahre eines ambitionierten Programms, in dessen Rahmen zahllose Uraufführungen gestemmt wurden – darunter Werke von Adriana Hölszky, Beat Furrer, Klaus Lang, Charlotte Seither und Helmut Oehring.
Was «bonn chance!» von Feigenblatt-Veranstaltungen anderer Häuser unterschied, war die radikal offene Ästhetik, die durch die Kooperation mit der Bonner Bundeskunsthalle ermöglicht und von meist experimentierfreudigen Regisseuren auch umgesetzt wurde. Was die Uraufführung von «Nocturno» in der kongenialen Regie von Florian Lutz nochmals unterstrich: «bonn chance!» bot zeitgenössischem Musiktheater ein echtes Forum. Doch nun verlässt Intendant Klaus Weise Bonn. Sein Nachfolger Bernhard Helmich hat sich zu «bonn chance!» noch nicht geäußert, es gilt aber als ausgemacht, dass er angesichts der gewaltigen Sparauflagen die Reihe nicht fortführen kann.
Der Grazer Komponist Georg Friedrich Haas komponierte für den dreiteiligen Abend nur ein Stück neu, nämlich das titelgebende «Nocturno» für Frauenstimmen ...
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Opernwelt Mai 2013
Rubrik: Magazin, Seite 83
von Regine Müller
54. Jahrgang, Nr 5
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag - Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752255
Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61, 10719 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe war der 11.04.2013
Redaktion:
Stephan Mösch (V. i. S. d. P.)
Albrecht...
Herr Friedrich, in Deutschland gibt es vor allem zwei Komponisten, mit denen man als Chor-Dirigent bekannt werden kann: Bach und Wagner. Richtig?
Das hängt bei Wagner natürlich vor allem mit der exponierten Bedeutung von Bayreuth zusammen. Und damit, dass die Chöre bei Wagner und Bach eine echte Aussagefunktion haben. Man hat seinen Spaß daran.
War der Wagner-Akzent...
Linz
feiert mit der Eröffnung seines neuen Musiktheaters ein kulturelles Großereignis. 1200 Zuschauern bietet der Große Saal Platz, 32 Meter Durchmesser hat die Drehbühne. Eröffnet wird, unter anderem, mit einer Uraufführung: Philip Glass hat sich mit Peter Handkes «Spuren der Verirrten» beschäftigt.
«Eugen Onegin»
Peter Tschaikowskys Puschkin-Oper erlebt derzeit...
