Bilder einer Ausstellung

Bayreuther Kulissenzauber: Neo Rauch und Rosa Loy spüren in «Lohengrin» blauen Wundern nach, die musikalische Aufsicht führt Christian Thielemann

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Bayreuth

Ein «Lohengrin» im Prospekt­theater-Look, ein Kinder-«Ring» im Schnelldurchgang, «Die Meister­singer» retuschiert, «Die Walküre» für Plácido Domingo ausgekoppelt und eine Uraufführung – Impressionen vom zehnten Bayreuther Festspielsommer unter Katharina Wagner. Die nächsten Premieren: «Tannhäuser», dirigiert von Valery Gergiev und inszeniert von Tobias Kratzer (2019), sowie ein bei Feridun Zaimoglu und Günter Senkel bestelltes Stück zum 150. Geburtstag von Siegfried Wagner (2019).

Der neue «Ring» im Festspielhaus ist für 2020 geplant, Regie soll, so raunen die Auguren, Tatjana Gürbaca führen

Es braut sich was zusammen. Unter schwerem Sturmgewölk liegt Brabant. Die Sonne, unsichtbar. Sie muss irgendwo links oben stehen. Drei Strahlen führen von dort nach rechts unten, zu jenem Punkt, von dem Lohengrin, dieser rätselhafte Pfundskerl, am Ende die Heimreise zu Papa Parsifal und dem Gral antreten wird. Sie streifen ein Trafohäuschen mit Isolatoren und Starkstromkabeln.

Aber was heißt hier Häuschen? Wie eine sakrale Stätte schimmert der Elektroturm mit seiner von Blitzen durchzogenen Rosette und jenen weiß lackierten Tarnkappenschwingen, die sich strahlend auf dem Dach ...

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Opernwelt September/Oktober 2018
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Albrecht Thiemann

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