Battistelli: The Fashion

Düsseldorf, Battistelli: The Fashion

Opernwelt - Logo

Dass nicht nur Musik Mode wird, sondern Mode auch mal Musik, mag als faszinierende Idee erscheinen. Mode freilich muss sich immer «auf der Höhe der Zeit» bewegen. Folgerichtig müss­te auch die musiktheatrale Annäherung an den aura­tischen wie den kommerziellen Begriff von Mode up to date sein. Giorgio Battistelli mag dergleichen durch den Kopf gegangen sein, als er sich vom Intendanten der Deutschen Oper am Rhein für ein Projekt gewinnen ließ, das auf die «Modestadt Düsseldorf» zugeschnitten wurde: «The Fashion».


 Die Musik zu dieser (englisch gesungenen) «Modischen Oper in 12 Szenen» unterscheidet sich nicht prinzipiell von der zu Battistellis Fellini-Paraphrase «Prova d’orchestra» oder der zu «Richard III.» (nach Shakespeare) – es sei denn durch ein höheres Maß an melodischer Konzi­lianz und orchestraler Glätte. Vielerlei his­torisches Material fließt in Battistellis Partituren ein, in denen die Turbulenzpassagen breiten Raum einnehmen und aus deren in unterschiedlicher Weise gebändigtem Chaos immer wieder höchst sangbare Passagen auftauchen. Jeanne Piland war die Partie einer nicht mehr ganz jugendfrischen Mailänder Modeschöpferin zugedacht. Mehr noch kann sich in der ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt März 2008
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 52
von Frieder Reininghaus

Vergriffen
Weitere Beiträge
Narboni: Au Bois Lacté

Als Dylan Thomas‘ «Under the Milkwood» zunächst als Hörspiel erschien, erkannten fantasiebegabte Theaterleute sogleich auch die szenischen Qualitäten des umfangreichen Textes. «Unter dem Milchwald» gelangte in den fünfziger Jahren auch auf deutsche Bühnen. Die fließenden Bilder aus dem Leben eines kleinen Städtchens an der irischen Küs­te, der Heimat des Dichters,...

Kein Neuanfang

Wer gehofft hatte, dass sich das seit Jahren in einem künstlerischen Tief befind­liche Musiktheater in Münster in der aktuellen Spielzeit endlich zu einem Neuanfang aufraffen würde, sieht sich leider enttäuscht. Der glücklos amtierende GMD Rainer Mühlbach – ein nobler, aber in den Grabenkämpfen des Theater­alltags wenig durchsetzungsfähiger Musiker – hatte nach nur...

Scheiden tut gar nicht weh

Es war ein Skandal für die grande famiglia der italienischen Nation: Kürzlich meldeten italienische Tageszeitungen, dass ausgerechnet das Mutterland der katholischen Kirche die höchste Scheidungsrate ganz Europas hat. Gleichwohl wird Paaren die Trennung nicht leicht gemacht, selbst einvernehmliche Scheidungsverfahren können sich ewig hinziehen. Nun gibt ein...