Aus der Vogelwarte

Strawinskys «Rossignol» und Simon Laks’ «Hirondelle inattendue» bei den Bregenzer Festspielen

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Nicht zuletzt in zwei Kurzopern über die Macht der Musik sollten bei den Bregenzer Festspielen auch Kinder und Familien auf ihre Kosten kommen. Mark Down, in der «Zauberflöte» auf der Seebühne für das Puppenspiel verantwortlich (siehe OW 9-10/2014), inszenierte zum ersten Mal eigenhändig – und schuf für die Märchenfiguren in Strawinskys «Le Rossignol» mit einfachen Mitteln ein chinesisch inspiriertes, kubistisches Illusionstheater.

Kathryn Lewek verkörperte die Nachtigall mit anmutiger Körpersprache und silberhellen Koloraturen, während das übrige Sängerensemble von der Rampe aus agierte. Das Ergebnis: zauberhaft – doch eigentlich durch und durch erwachsen.

Noch weniger eine «Kinderoper»: die szenische Erstaufführung von Simon Laks’ 1965 komponierter Oper «L’Hirondelle inattendue», prächtig umgesetzt in der Regie von Gerald Stollwitzer und den in Grün- und Brauntönen schwelgenden Kostümen von Claudia Raab. Der scheidende Intendant David Pountney setzte damit die Reihe von Erst- und Uraufführungen polnisch-jüdischer Komponisten fort. Unter Gérard Korsten brachte das Symphonieorchester Vorarlberg Laks’ ungemein farbige Orchestersprache mit sattem Klang zur Geltung. Der spielfreudige ...

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Opernwelt November 2014
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Katharina von Glasenap

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