Aufgespürt
Theater ist immer auch Architektur, Architektur immer auch Theater. Ob Bauwerk oder
Bühnenbild – es geht nicht zuletzt um die Inszenierung von Räumen. Deshalb holen sich Intendanten gern Stararchitekten ins Haus. Das war schon zu Schinkels Zeiten so. Und ist bis heute so geblieben. Nicht nur Daniel Libeskind, Stefan Braunfels oder Herzog & Meuron arbeiten gelegentlich für die (Opern-)Bühne.
Nun ist auf Basis einer Kölner Ausstellung ein Katalogband erschienen, der die Wandlungen der Raum-Maschine Theater anhand zahlreicher Fotografien, Gemälde, Grundrisse und Modelle durch zwei Jahrhunderte verfolgt (hrsg. von Petra Hesse und Peter W. Marx, Wienand Verlag, 136 Seiten, 28 Euro).
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Opernwelt März 2013
Rubrik: Magazin, Seite 77
von Albrecht Thiemann
Ach, diese Jugendsünden. 40 Orchester habe er früher einmal kurz hintereinander dirigiert. Es gab sogar eine Zeit, da habe ihn sein Management zum Rekord getrieben: 15 US-Klangkörper in einem Jahr. «Und ich habe gedacht, das alles ist gut.» Valery Gergiev, der Geläuterte? Von «Konzentration» spricht er mittlerweile, nur die garantiere «seriöse Ergebnisse». Der...
Im Jahr 1940 richteten die Nationalsozialisten auf dem Gelände der Heilanstalt Am Steinhof eine «Kinderfachabteilung» unter der Flurbezeichnung «Spiegelgrund» ein. Ihre Aufgabe war, «lebensunwertes Leben» zu vernichten. Im April 2002 wurden in Wien die Überreste von 789 der ermordeten Kinder auf dem Zentralfriedhof bestattet. Ein später Akt der Rehabilitierung....
Sensationelle Erkenntnisse verhieß sie, die Ausstellung Mozart-Bilder – Bilder Mozarts im Mozart-Museum am Salzburger Makartplatz (bis 14. April 2013). Das berühmte Porträt von Johann Joseph Lange (1789), Mozarts Schwager, sei nicht unvollendet, wie «jüngste» Analysen des Münchner Doerner-Instituts bewiesen; eine Miniatur sei «kürzlich» als authentische...
