Apropos... Korrepetieren
Herr Gnann, ist das Korrepetieren eine gute Schule für Dirigenten?
Für mich auf jeden Fall. Ich komme vom Klavier. An diesem Instrument kann man die Architektur einer Partitur ziemlich gut erfassen. Als Dirigent fühle ich mich wohler, wenn ich die Töne selbst in der Hand hatte, bevor ich vor das Orchester trete. Es geht dabei nicht um eine perfekte Wiedergabe, sondern darum, Melodien, Harmonien, Rhythmen usw. selbst zum Klingen zu bringen, durch die Spielpraxis herauszufinden, wo die Töne hinwollen.
Arbeiten Sie mit Klavierauszügen oder spielen Sie direkt aus der Partitur?
Für Proben favorisiere ich Klavierauszüge, aus praktischen Gründen – man muss nicht so viel blättern, besonders in schnellen Passagen ist die Reduktion des Orchestersatzes sehr hilfreich. Wenn ich mich gründlich auf ein Stück vorbereite, benutze ich natürlich immer die Partitur.
Spielt man nach ein paar Jahren Erfahrung eigentlich alles vom Blatt?
(lacht) Es gibt Klavierauszüge, mit denen ich auf Anhieb weit komme, und solche, bei denen ich erst mal kein Land sehe. Aber ich habe auch gar nicht den Ehrgeiz, alles sofort spielen zu können: Vom Blatt kann man nicht wirklich interpretieren. Andererseits gehört das ...
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Opernwelt August 2016
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Albrecht Thiemann
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
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– Opernkonzert: 26. (Open Air)
Alzenau
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www.alzenauer-burgfestspiele.de
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Am Brunnen vor dem Tore da steht ein Lindenbaum: Ich träumt’ in seinem Schatten so manchen süßen Traum. Bei Prosa spielt der Zeilenumbruch keine Rolle, bei poetisch gestalteter Sprache ist er entscheidend. Haben Sie die vier Verse mit dem Reim erkannt? Ja sicher, aber Sie kannten Wilhelm Müllers Dichtung, nicht wahr?
In CD-Booklets und Programmheften werden...
Dass «Arabella», die letzte Kooperation von Richard Strauss mit Hugo von Hofmannsthal, meistens als süß verkitschte Wiener Fortsetzung des «Rosenkavalier» triumphiert, war in Leipzig wenigstens optisch kaum zu erkennen. Statt eine behagliche Wiener Wohnkultur um 1860 zu zeigen, wie sie die nobel im Stadthotel hausende Familie Waldner bevorzugt, hatte...
