Der Würgeengel: Szene mit Michela Lucenti (Mrs Peachum) und Emanuela Serra (Polly); Foto: Barbara Braun/drama-berlin.de
Alles für alle
Nicht-Berliner sind immer noch verblüfft, wenn sie von der Neuköllner Oper hören. Dieser Problembezirk soll eine Oper haben? Er hat, und das schon seit 40 Jahren. Komponist Winfried Radeke hat sie in den experimentierfreudigen 1970er-Jahren als mobilen Kammerchor gegründet; 1988 bot Berlins Senat der Truppe den Ballsaal eines früheren Gesellschaftshauses hoch über der Karl-Marx-Allee als permanentes Domizil an. Dort residiert die Neuköllner Oper bis heute.
Und hat ihren Geburtstag jetzt mit einer Neuproduktion von John Gays und Johann Christoph Pepuschs «The Beggar’s Opera» gefeiert, französisch veredelt zu «La Bettleropera».
Darin steckt auch ein Selbstbezug: Radeke hat das Stück schon einmal (1986) inszeniert. Die barocke Balladenoper von 1728, mit der Gay alle Stände seiner Zeit aufspießt, ist ein Baukasten aus nicht weniger als 69 Musiknummern. Logisch, dass sich jeder Interpret bedient und seine eigene Fassung zusammenstellt, am prominentesten natürlich das Duo Brecht/Weill mit der «Dreigroschenoper». In Neukölln hat man das italienische Balletto Civile eingeladen, und das macht aus der fatalen Liebesgeschichte um Macheath (Christopher Ciraulo) und Polly Peachum (Emanuela ...
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Opernwelt Dezember 2017
Rubrik: Magazin, Seite 72
von Udo Badelt
Argentinien
Buenos Aires
Teatro Colón
Tel. +54-1-382 23 89
www.teatrocolon.org.ar
– Andrea Chénier: 5., 9., 10., 12., 13., 16.
– Apollo und Hyacinth: 10., 15., 16., 17.
Australien
Sydney
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www.opera-australia.org.au
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– Die lustige Witwe: 31.
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Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) – der breiteren Hörerschaft eher als Komponist eines Te Deums und der aus diesem gefilterten Eurovisionsfanfare bekannt – nahm sich des Orpheus-Mythos lange vor Gluck an. Doch seine Tragédie lyrique «La Descente d'Orphée aux Enfers» aus den Jahren 1686-87 blieb vermutlich unvollendet. Geschrieben als Kammeroper für das zehn...
Dieser Vampir hat sein Opernpublikum lange auf sich warten lassen. Gut zehn Jahre ist es her, dass sich die Librettisten Claes Peter Hellwig und Kristian Benkö anschickten, Bram Stokers mehrfach verfilmten Roman «Dracula» (1897) für die Opernbühne einzurichten. Gemeinsam mit der seinerzeit frisch gebackenen Stockholmer Opernchefin Birgita Svendén beschlossen die...
